Devisen-Markt wurde von Bush-Ankündigung überrascht
Euro sackt vor möglichem US-Militärschlag ab

Angesichts eines offenbar unmittelbar bevorstehenden Irak-Krieges ist der Euro bei starken Kursschwankungen am Montagnachmittag unter die Marke von 1,07 Dollar gefallen. Der Handel sei angesichts der unsicheren Lage im Irak sehr nervös, sagten Devisenexperten.

HB/dpa FRANKFURT/MAIN. Am Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung in Frankfurt 1,0674 Dollar. Die europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0801 (Freitag: 1,0775) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9258 (0,9281) Euro.

"An den Märkten ist die Kriegs-Sorge das alles beherrschende Thema", sagte Devisenexperte Patrick Laub von der Helaba. Nachdem US-Präsident George Bush für diesen Montag den "Tag der Wahrheit" propagierte, sei der Devisenhandel von der Irak-Krise geprägt. Allerdings würden sich die Händler bis zum endgültigen Kriegsausbruch nach Einschätzung von Laub eher zurückhalten.

Mit Beginn des Militärschlags erwartete Laub in einer ersten Reaktion einen steigenden Eurokurs. "Dann bleibt aber abzuwarten, wie sich der Krieg am Persischen Golf entwickeln wird", sagte der Experte. Bei einem schnellen Erfolg der USA mit den Verbündeten könnte der Euro schnell auf die Marke von 1,05 Dollar zurückfallen. Sollte sich die Kampfhandlungen aber unerwartet lange hinziehen, rechnet Laub mit einem Anstieg des Euro über das bisherige Jahreshoch von 1,1065 Dollar.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6827 (0,6777) britische Pfund, 127,16 (127,70) japanische Yen und 1,4671 (1,4677) Schweizer Franken fest. Wegen der Zuspitzung in der Irak-Krise wurde die Feinunze Gold in London mit 340,75 Dollar deutlich höher als am Vortag (337,50 Dollar) notiert. Der Kilobarren kostete 10 180 (9 965) Euro).

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