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Devisen: Rückgang von Wertpapierkäufen in den USA treibt Euro über 1,25 Dollar

Ein erneuter Rückgang der ausländischen Wertpapierkäufe in den USA hat dem Euro am Montag Auftrieb verliehen und ihn über die Marke von 1,25 Dollar steigen lassen. Die europäische Gemeinschaftswährung schaffte im Nachmittagshandel den Sprung auf 1,2 511 Dollar.

dpa-afx FRANKFURT. Ein erneuter Rückgang der ausländischen Wertpapierkäufe in den USA hat dem Euro am Montag Auftrieb verliehen und ihn über die Marke von 1,25 Dollar steigen lassen. Die europäische Gemeinschaftswährung schaffte im Nachmittagshandel den Sprung auf 1,2 511 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs zuvor noch deutlich niedriger auf 1,2 474 (Freitag: 1,2 414) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8 017 (0,8 055) Euro.

"Der erneute Rückgang der ausländischen Wertpapierkäufe in den USA ist eindeutig die Ursache für den plötzlichen Aufschwung des Euro", sagte Devisenexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Damit habe sich ein Trend der vergangenen Monate bestätigt, wonach immer weniger Ausländer Wertpapiere in den USA kaufen. Im August sank das Volumen von 63,1 Mrd. Dollar auf nur noch 59 Mrd. Dollar.

Die zuvor gemeldeten Inflationsdaten aus der Eurozone hätten den Handel an den Devisenmärkten hingegen kaum beeinflusst. Der Rückgang der September-Inflationsrate auf 2,1 Prozent habe keine Rolle gespielt, sagte Fritsch. Da in der laufenden Woche nur wenige marktbewegende Konjunkturdaten auf der Agenda stehen, rechnet Fritsch mit einem weiter starken Euro. Die europäische Gemeinschaftswährung werde sich in den kommenden Tagen in der Nähe der Marke von 1,25 Dollar halten können.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,69 185 (0,68 945) britische Pfund , 136,51 (135,66) japanische Yen und 1,5 382 (1,5 414) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 419,10 (420,40) Dollar notiert.

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