Devisenmarkt
Euro in Fernost stabil über 89 Cents

Der Euro kann in Fernost bei geringen Umsätzen sein Position festigen.

Reuters TOKIO. Der Euro hat sich am Mittwoch in Fernost wegen der Erwartung einer nur langsamen Erholung der US-Wirtschaft stabil über der Marke von 89 US-Cents gehalten. Nach Einschätzung von Händlern deutete der unter den Erwartungen ausgefallene US-Einkaufsmanagerindex darauf hin, dass die Erholung der US-Wirtschaft doch langsamer erfolgen könnte, als nach den US-Wachstumsdaten vom Freitag angenommen worden sei.

Den Marktteilnehmern zufolge verlief der Handel in Tokio lustlos. Auf Grund geringer Umsätze und mangelnden Interesses seien die Kursausschläge übertrieben. Der japanische Markt sei in Feiertagsstimmung, sagten Marktteilnehmer. Von Donnerstag bis Sonntag wird in Japan wegen der Feiertage im Rahmen der "Goldenen Woche" nicht gehandelt

.

Gegen 7.00 Uhr MESZ kostete ein Euro 0,8938/43 Dollar nach einem New Yorker Schlusskurs von 0,8934/38 Dollar am Dienstag. Gegenüber der japanischen Valuta legte der Euro auf 109,15/23 Yen zu. Im späten US-Handel war die Gemeinschaftswährung mit 108,98 Yen bewertet worden. Der Dollar kostete 122,07/17 Yen nach 121,98/08 Yen Dienstagabend in New York.

Nach Angaben der US-Einkaufsmanagervereinigung vom Dienstag lag der NAPM-Index mit 43,2 Punkten im April nahe seinem März-Stand von 43,1 Zählern. Von Reuters befragte Analysten hatten durchschnittlich mit einem stärkeren Anstieg auf 43,8 Punkte gerechnet. Die Zahlen signalisierten Händlern zufolge, die Erholung der US-Konjunktur könne nun doch etwas langsamer voranschreiten, als nach den Wachstumsdaten vom Freitag angenommen worden sei. Dem US-Handelsministerium zufolge wuchs die US-Wirtschaft im ersten Quartal um 2,0 Prozent. Volkswirte hatten nur ein Plus von 1,1 Prozent erwartet.

Gegen den Yen erholte sich der Dollar leicht, nachdem die fernöstliche Valuta am Dienstag nach gestiegenem Optimismus über den Reformwillen der neuen japanischen Regierung rund ein Prozent zugelegt hatte. Die japanische Währung werde durch das Vertrauen in den neuen Ministerpräsidenten Junichiro Koizumi und seine angekündigten Reformen unterstützt, sagten Händler. Zudem hatte Japans neuer Finanzminister Masajuro Shiokawa eine Intervention zu Gunsten des Yen nicht ausgeschlossen. Die leichte Erholung des Dollar führten Marktteilnehmer vorwiegend auf das verhaltene Geschehen am japanischen Aktienmarkt zurück.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%