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DFB-Frauen verlieren FIFA-Jubiläumsspiel

Paris (dpa) - Die deutschen Weltmeisterinnen haben trotz einer Niederlage gegen eine Weltauswahl Werbung in eigener Sache und für den Frauen-Fußball betrieben.

Im Jubiläumsspiel zum 100. Geburtstag des Fußball-Weltverbandes FIFA verlor die Mannschaft von Bundestrainerin Tina Theune-Meyer in Paris nach einer 2:1-Halbzeitführung noch mit 2:3. Vor anfangs spärlicher Kulisse, am Ende aber knapp 50 000 Zuschauern im «Stade de France» erzielten WM-Torschützenkönigin Birgit Prinz (27.), Kerstin Garefrekes (44.) die Tore für die DFB-Auswahl, die anfangs zu viele Chancen vergab und am Ende nach mehreren Auswechslungen die Ordnung verlor. Für das All-Star-Team waren die Schwedinnen Malin Moström (16.) und Victoria Svensson (48.) sowie die Amerikanerin Mercy Akide (71.) erfolgreich.

In dem Vorspiel zum Männer-Klassiker zwischen Brasilien und Frankreich, das in 20 Ländern live übertragen wurde, spielten die besten der weltweit rund 22 Millionen Fußballspielerinnen weitgehend befreit von taktischen Zwängen und erfrischend offensiv. «Die Partie hat für unsere Olympiavorbereitung keinen Stellenwert. Wir wollen ausschließlich den Geburtstag der FIFA feiern», hatte Theune-Meyer bereits zuvor die Losung ausgegeben und deshalb auch die inzwischen zurückgetretenen Bettina Wiegmann und Maren Meinert aktiviert.

Die zwei Routiniers erwiesen sich als Stützpfeiler in einem spielfreudigen deutschen Team, das allerdings fahrlässig mit der Vielzahl von guten Tormöglichkeiten umging. Vor allem die sonst so treffsichere Frankfurterin Birgit Prinz offenbarte im Abschluss ungewohnte Schwächen. Unglücklich agierte die deutsche Sturmführerin auch in einem Luftkampf mit Torhüterin Caroline Joenssen, nach dem die Schwedin bereits in der 12. Minute mit einer leichten Gehirnerschütterung das Tor räumen musste.

Dies war aber auch die einzige betrübliche Aktion in einem ansonsten sehr ansehnlichen Kräftemessen. Die meiste Stimmung auf den Rängen kam allerdings nicht bei den Toren auf, sondern als Frankreichs Superstar Zinedine Zidane und Brasiliens WM-Schütze Ronaldo vor ihrem eigenen Duell als Kiebitze an den Spielfeldrand traten.

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