DFB-Quartett hofft auf Runde drei des Uefa-Cups
Attraktive Ziele, lösbare Aufgaben

Das deutsche Quartett kann sich im Uefa-Cup große Hoffnungen auf den Einzug in die dritte Runde machen. Die vier Bundesligaclubs FC Schalke 04, Hertha BSC Berlin, Werder Bremen und der VfB Stuttgart hatten bei der Auslosung der 2. Runde am Dienstag im schweizerischen Nyon Glück und stehen vor lösbaren Aufgaben. Zudem können alle in den Hinspielen (29. oder 31. Oktober) zuerst auswärts antreten, bevor sie am 12./14. November Heimrecht genießen.

HB/dpa NYON/DÜSSELDORF. DFB-Pokalsieger Schalke muss zunächst in die polnische Hauptstadt zu Meister Legia Warschau reisen, die Berliner erwartet ein Trip in die Sonne zu Apoel Nikosia auf Zypern. Die Stuttgarter treffen auf den ungarischen Club Ferencvaros Budapest, und die Hanseaten müssen sich mit Vitesse Arnheim aus den Niederlanden auseinander setzen.

Schalke-Manager Rudi Assauer war mit dem Los zufrieden. "Damit können wir gut leben. Legia ist ein reizvoller Gegner, und wir können im Heimspiel wieder mit einer ausverkauften Arena rechnen." Und Assauer hab auch einen historischen Bezug hervor: "Den FC Schalke, den Verein von Kuzorra, Szepan und Tibulski, hätte es ohne die polnischen Einwanderer im Ruhrpott Anfang des vorigen Jahrhunderts gar nicht gegeben. Das passt."

Trainer Frank Neubarth bezeichnete Legia sportlich als "harte Nuss" und will sich die Informationen über den Kontrahenten über die beiden Polen im Schalker Team, Tomasz Waldoch und Tomasz Hajto, besorgen. Waldoch rechnet mit "heißen Duellen". Legia sei "mindestens eine Klasse besser" als zuletzt der FC Gomel.

Zwar gehöre Arnheim nicht gerade zur europäischen Elite, habe aber eine "gute Mannschaft", warnte Werder-Trainer Thomas Schaaf vor dem jungen Team. Es belegte in der niederländischen Meisterschaft immerhin Rang fünf und setzte sich in der 1. UEFA-Pokal-Runde gegen Rapid Bukarest durch. "Partien gegen holländische Teams haben es immer in sich. Da wird viel Temperament mit im Spiel sein", meinte Schaaf. Für Abwehrchef Frank Verlaat sind Spiele gegen die Landsleute nichts Besonderes: "Ich will in die nächste Runde. Deshalb ist es mir egal, ob es eine holländische Mannschaft oder eine andere ist."

Ein attraktives Reiseziel erwartet auch die Stuttgarter Fans. Den Vorjahres-Zweiten der ungarischen Meisterschaft, Ferencvaros Budapest, hält Manager Rolf Rüssmann für bezwingbar. "Es ist kein Spaziergang, aber eine lösbare Geschichte." Das technisch starke Team von Ferencvaros hatte in Runde eins den türkischen Club Kocaelispor (1:0/4:0) in die Schranken gewiesen.

Wenig erschrocken war auch Berlins Coach Huub Stevens in Erwartung der Partien gegen den Meister der Mittelmeer-Insel Zypern. "Es hätte wirklich schlimmer kommen können. Wir wissen nicht viel über Nikosia, nur, dass sie den Grazer AK ausgeschaltet haben", sagte der Niederländer, der den Unbekannten in den kommenden Wochen "besser kennen lernen" will. Manager Dieter Hoeneß war ebenfalls zufrieden, warnte aber auch: "Wir sollten Apoel nicht unterschätzen."

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