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DFB-Team erbringt Beweis: «Können mithalten»

Porto (dpa) - Den Beweis der Wettbewerbs-Fähigkeit hat das deutsche Team erbracht, gewonnen ist bei der EM aber noch gar nichts. «Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können», erklärte Michael Ballack, bevor er mit dem Sonderflieger von Porto ins EM-Quartier an der Algarve flog.

Porto (dpa) - Den Beweis der Wettbewerbs-Fähigkeit hat das deutsche Team erbracht, gewonnen ist bei der EM aber noch gar nichts. «Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können», erklärte Michael Ballack, bevor er mit dem Sonderflieger von Porto ins EM-Quartier an der Algarve flog.

Mit einer couragierten Leistung hatte der von internationalen Experten zum «Spieler des Tages» gewählte Ballack wesentlich zum hoffnungsvollen Europamesiterschafts-Auftakt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen den Erzrivalen Niederlande beigetragen. «Leider mussten wir das Gegentor hinnehmen. Aber ich denke, wir können positiv in die nächsten Spiele gehen», meinte der 27-jährige Bayern-Star. Im nächsten Gruppenspiel muss Deutschland gegen Lettland antreten, das seine erste Partie mit 1:2 verloren hat.

«Natürlich ist man ein bisschen traurig», sagte Teamchef Rudi Völler angesichts des Spielverlaufs. Die Führung durch den Dortmunder Torsten Frings, der einen als Flanke gedachten Freistoß direkt ins niederländische Tor schoss (30.), hatte bis neun Minuten vor dem Ende Bestand. Dann aber fiel nach einem Fehler des Bremers Fabian Ernst in einem spannenden Spiel noch der Ausgleich der «Oranjes» durch Top-Stürmer Ruud van Nistelrooy. «Ich muss mich bei der Mannschaft entschuldigen», sagte Ernst, der in der Kabine minutenlang von seinen Mitspielern getröstet werden musste. «Er soll sich keine Vorwürfe machen», sagte Völler, der dem weiteren Turnierverlauf optimistisch entgegen sieht: «Mit dem Unentschieden sind wir absolut gut im Rennen.»

«Das Ergebnis ist gerecht. In der zweiten Halbzeit war es ein sehr gutes Fußballspiel», kommentierte Ex-Teamchef Franz Beckenbauer das 1:1. Die rund 15 000 deutschen Fans feierten ihre Mannschaft trotz des verpassten Sieges noch lange nach dem Schlusspfiff. Mit dem offiziellen EM-Bus-fuhr das Team anschließend zum Flughafen Porto, von dort ging es nach Faro.

«Die Mannschaft hat aufopferungsvoll gekämpft und selbst einen Maßstab für das Turnier gesetzt», erklärte DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder. Bundesinnenminister Otto Schily hatte noch in der Kabine den Spielern viel Glück für den weiteren EM-Verlauf gewünscht. «Gegen die Letten müssen wir auf jeden Fall gewinnen», betonte der Berliner Arne Friedrich, der in Porto neben Ballack, Dietmar Hamann und Philipp Lahm zu den Besten im Team gehört hatte. In Gruppe D führt nach dem 1. Spieltag Tschechien mit 3 Punkten vor Deutschland und den Niederlanden (je 1) die Tabelle an.

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