DFB-Team in Sapporo eingetroffen
Völler fordert Sieg gegen Saudis

Mit der Ankunft in Sapporo ist für die deutsche Nationalmannschaft am Freitagmittag der Countdown für das erste Spiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft in die entscheidende Phase getreten.

dpa MIYAZAKI/SAPPORO. "Endlich sind wir an diesem Punkt angelangt. Jetzt beginnt die WM", sagte ein hoffnungsvoll gestimmter Rudi Völler. Die Charter-Maschine von Miyazaki landete nach reichlich zweistündiger Flugzeit überpünktlich um 12.10 Uhr auf dem Flughafen der nordjapanischen Stadt.

Von dort ging es in einer 45 minütigen Busfahrt zum "Sapporo Kitahiroshima Prince Hotel". Am Abend bestreitet das Team von Rudi Völler das Abschlusstraining vor dem ersten Gruppenspiel an diesem Samstag gegen Saudi-Arabien (13.30 Uhr MESZ/ARD und Premiere) im Sapporo Dome.

Der 42-Jährige Teamchef erwartet bei seinem WM-Debüt als Teamchef einen überzeugenden Sieg von seiner Mannschaft. "Wir müssen von Anfang an so auftreten, dass es keine Diskussionen darüber gibt, wer das Spiel gewinnt", erklärte Völler. Er versprach eine offensive und zielstrebige deutsche Mannschaft: "Morgen geht die Post ab."

Den Flug von Miyazaki nach Sapporo machten zwar alle 23 Spieler mit, doch Marko Rehmer befand sich praktisch nur als Tourist an Bord des Fluges NH 1977 mit "All Nippon Airways". Völler bezeichnete den 30-jährigen Berliner als "einzigen Problemfall" in seinem Kader. Wegen einer Muskelverhärtung im Adduktorenbereich wird Rehmer am Samstag zwar auf der Auswechselbank sitzen, aber nicht zum Einsatz kommen. "Wir wollen kein Risiko eingehen", bemerkte Völler.

Die Mannschaftsaufstellung mit Kapitän Oliver Kahn im Tor, Thomas Linke, Carsten Ramelow und Christoph Metzelder in der Abwehr, dem Mittelfeld mit Torsten Frings, Bernd Schneider, Dietmar Hamann, Michael Ballack und Christian Ziege sowie den beiden Stürmern Carsten Jancker und Miroslav Klose war schon vor dem Abschlusstraining am Freitagabend in der überdachten Arena in Sapporo kein Geheimnis mehr. "Die meisten Spieler wissen Bescheid", sagte Völler.

Im Team des dreimaligen Weltmeisters mag keiner an einen Fehlstart ins Turnier denken. "Wir haben gut gearbeitet, die Stimmung ist gut. Die Mannschaft ist zuversichtlich, dass wir weiter kommen, als die meisten annehmen", erklärte der 30-jährige Christian Ziege, mit 66 Länderspielen der erfahrenste Akteur im deutschen WM-Aufgebot. Erst einmal, 1982 in Spanien, startete Deutschland mit einer Niederlage (1:2 gegen Algerien) in ein WM-Turnier.

Das bislang einzige Länderspiel gegen Saudi-Arabien endete am 22. Februar 1998 in Riad mit einem 3:0-Sieg der deutschen Mannschaft. In der Vorbereitung auf den dreimaligen Asienmeister wies Völler seine Akteure speziell auf zwei Akteure des Gegners hin, Torwart Mohammed Al-Deayea und Kabitän Sami Al-Jaber. "Das sind die Fixpunkte dieser Truppe", sagte Völler.

Nach dem Auftaktspiel gegen Saudi-Arabien trifft die DFB-Auswahl in den weiteren Vorrundenspielen in Gruppe E am 5. Juni in Ibaraki auf Irland sowie am 11. Juni in Shizuoka auf Afrika-Meister Kamerun. Im Falle einer Qualifikation für das Achtelfinale erfolgt anschließend der Länderwechsel nach Südkorea. Bei einem Ausscheiden nach der Vorrunde würde die deutsche Mannschaft am 12. Juni den Rückflug nach Deutschland antreten.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Deutschland: 1 Kahn (Bayern München/32 Jahre/45 Länderspiele) - 2 Linke (Bayern München/32/34), 5 Carsten Ramelow (Bayer Leverkusen/28/25), 21 Christoph Metzelder (Borussia Dortmund/21/6) - 22 Torsten Frings (Werder Bremen/25/8), 19 Bernd Schneider (Bayer Leverkusen/27/9), 8 Dietmar Hamann (FC Liverpool/28/40), 13 Michael Ballack (Bayer Leverkusen/25/22), 6 Christian Ziege (Tottenham Hotspur/30/66) - 9 Carsten Jancker (Bayern München/27/26), 11 Miroslav Klose (1. FC Kaiserslautern/23/12)

Saudi-Arabien: 1 Al-Deayea (Al-Hilal/29/168) - 5 Harthi (Al-Nassr/25/20), 4 Suliman (Al-Ahli/28/115), 3 Tukar (Al-Shabab/26/5), 13 Sulaimani (Al-Ahli/25/80) - 12 Dokhy (Al-Hilal/25/47), 16 Al-Owairan (Al Ittihad/28/76), 8 Noor (Al-Ittihad/24/29) - 18 Al-Temyat (Al-Hilal/25/48), 9 Al-Jaber (Al-Hilal/29/148) - 20 Al-Hassan (Al-Ittihad/29/18) Schiedsrichter: Ubaldo Aquino Valenzano (Paraguay)

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