Archiv
DFB-Team in Yokohama eingetroffen

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist nach einem elfstündigen Flug von Frankfurt nach Tokio und einer anschließenden 90-minütigen Busfahrt nach Yokohama auf der ersten Station ihrer zehntägigen Asien-Reise eingetroffen.

dpa YOKOHAMA. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist nach einem elfstündigen Flug von Frankfurt nach Tokio und einer anschließenden 90-minütigen Busfahrt nach Yokohama auf der ersten Station ihrer zehntägigen Asien-Reise eingetroffen.

Das Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann trifft im "Yokohama International Stadium", wo sie 2002 im Finale der Weltmeisterschaft mit 0:2 gegen Brasilien verlor, auf Gastgeber Japan. Die zweite Partie findet in Busan gegen Südkorea statt. Zum Abschluss spielt der Vize-Weltmeister am 21. Dezember in Bangkok gegen die Auswahl von Thailand. Unmittelbar nach dem Spiel erfolgt der Rückflug nach Deutschland.

Klinsmann strich nach der Ankunft die ursprünglich angesetzte Trainingseinheit im "Mitsuzawa Stadium". Das Aufgebot um Kapitän Michael Ballack soll wegen der Zeitumstellung von acht Stunden nur im Fitnessraum des Mannschaftshotels ein wenig die Muskeln lockern. Dem Bundestrainer stehen im ersten Vergleich mit Japan lediglich 15 Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung, da die Stuttgarter Timo Hildebrand, Andreas Hinkel, Philipp Lahm und Kevin Kuranyi erst zur zweiten Partie in Südkorea anreisen werden. Das Quartett ist zunächst noch für den VfB Stuttgart im Uefa-Cup-Heimspiel gegen Dinamo Zagreb im Einsatz.

Im Kader stehen nach dem Ausfall von Pander mit Patrick Owomoyela, Marco Engelhardt, Christian Schulz und Aushilfs-Torhüter Simon Jentzsch vier Debütanten. "Diese Spieler sind hochmotiviert. Sie wittern die Chance, auf den WM-Zug aufzuspringen. Wer in Asien dabei ist, hat die Chance, sich einen Vorteil zu erspielen", meinte Klinsmann, der betonte, dass außer Torhüter Jentzsch alle Spieler mindestens einmal zum Einsatz kommen sollen.

Der 40-Jährige will auf der längsten Dienstreise seiner fünfmonatigen Amtszeit die Spieler noch besser kennen lernen, das Wir-Gefühl der WM-Hoffnungsträger stärken und seinen Erneuerungskurs konsequent vorantreiben. So stößt in Yokohama erneut einer der US-Fitnesstrainer zum Team, die der DFB-Auswahl schon vor dem Brasilien-Länderspiel im September in Berlin Beine gemacht hatten. Erstmals dabei ist der Sportpsychologe Hans-Dieter Hermann. "Er wird sich in den Medizinerstab einarbeiten und Schritt für Schritt ein paar Dinge erkunden. In anderen Sportarten ist der Einsatz von Psychologen seit 'zig Jahren normal. Im Fußball ist ihre Einbindung überfällig", meinte Klinsmann.

Ob Hermann positive Erlebnisse umsetzen darf oder als Seelentröster für die in der Klinsmann-Ära noch ungeschlagenen Nationalspieler fungieren muss, bleibt abzuwarten. Zuspruch hatte vor allem Stammkeeper Oliver Kahn nach seinem Fangfehler beim 2:2 gegen den VfB Stuttgart nötig. Zumindest die Rückendeckung von Klinsmann ("Er ist ein Weltklasse-Torhüter") ist dem von einer Kapselverletzung am Ringfinger gehandicapten Kahn sicher. Ebenso sein Einsatz an der WM-Endspielstätte von 2002, wo er nach einem grandiosen Turnier die 0:2-Niederlage gegen Brasilien mit einem Fehler eingleitet hatte. "Es wird nicht einfach, ein Erfolgserlebnis aus Japan mitzunehmen. Die sind nicht umsonst Asienmeister", warnt Klinsmann vor der Spielstärke des vom brasilianischen Weltstar Zico trainierten Auftakt-Gegners, den er ausführlich auf Video studiert hat: "Hoffentlich geht es gut."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%