DFB-Team nach Ibaraki abgereist
Vor dem Irland-Spiel: Völler optimistisch

Klare Vorgabe von Rudi Völler für das Spiel gegen Irland: Ein Sieg soll den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale sicherstellen. Carsten Ramelow ist nach seiner Verletzung im Auftaktspiel gegen Saudi-Arabien wieder fit.

dpa MIYAZAKI. Mit breiter Brust und einer klaren Vorgabe von Teamchef Rudi Völler hat die deutsche Nationalmannschaft am Dienstag in Japan das zweite Vorrundenspiel bei der Fußball- Weltmeisterschaft gegen Irland in Angriff genommen. "Unsere Ausgangslage ist klar. Bei einem Sieg ziehen wir vorzeitig ins Achtelfinale ein. Das wollen wir erreichen. Wir sind selbstbewusst genug", erklärte Völler bei der letzten Pressekonferenz in Miyazaki vor der Abreise aus dem Basis-Quartier der DFB-Auswahl ins 1600 Kilometer entfernte Ibaraki. Völler will am Mittwoch gegen die Iren, die im ersten Gruppenspiel ein 1:1 gegen Afrika-Meister Kamerun erzielt hatten, wie beim WM-Rekordsieg gegen Saudi-Arabien (8:0) erneut sehr offensiv spielen lassen. "Morgen geht die Post ab", kündigte der 42-Jährige an.

Personell kann der Teamchef aus dem Vollen schöpfen: "Alle 23 Spieler sind fit." Personelle Veränderungen in der Anfangsformation sind allerdings nicht geplant, auch wenn Völler dies vor dem Abschlusstraining am Dienstagabend (Ortszeit) im 41 800 Zuschauer fassenden "Kashima Soccer Stadium" rund 100 Kilometer östlich von Tokio nicht öffentlich bestätigen wollte. Ins Team drängende Akteure wie Oliver Bierhoff oder Jens Jeremies, die gegen Saudi-Arabien eingewechselt worden waren, müssen sich wiederum zunächst mit einem Platz auf der Auswechselbank begnügen.

Völler erwartet von den Iren erheblich mehr Gegenwehr, als sie Auftaktgegner Saudi-Arabien bieten konnte. "Sie sind ein ganz anderes Kaliber", meinte der Teamchef. Den Rausschmiss von Kapitän Roy Keane betrachtet Völler nicht als eine entscheidende Schwächung des Gegners. Der Ausfall des Mittelfeldspielers von Manchester United habe sich im ersten Spiel gegen Kamerun nicht bemerkbar gemacht. Die Bilanz der DFB-Auswahl gegen Irland ist nach bislang 13 Spielen lediglich knapp positiv. Sechs deutschen Siegen stehen fünf Niederlagen gegenüber, zwei Partien endeteten unentschieden. Das Torverhältnis lautet 23:20. Das letzte Aufeinandertreffen ging am 29. Mai 1994 vor der WM in den USA in Hannover mit 0:2 verloren. Erstmals dürfte die neu formierte Dreierkette mit den WM-Debütanten Thomas Linke, Carsten Ramelow und Christoph Metzelder stehen. "Ich bin optimistisch, dass wir das gebacken bekommen. Unsere Spieler sind es gewohnt, auch in der Champions League gegen Topstürmer zu spielen", sagte Völler.

Besonders gespannt sein darf man auf den zweiten Auftritt von Miroslav Klose, der nach seinen drei Treffern gegen Saudi-Arabien unter besonderer Beobachtung stehen wird. Völler schottete den 23 Jahre alten Stürmer in den Tagen nach seinem Gala-Auftritt in Sapporo konsequent vor den Medien ab, obwohl er überzeugt davon ist, dass der Torjäger des 1. FC Kaiserslautern nicht die Bodenhaftung verlieren wird. Klose könne die Lobeshymnen "sehr gut beurteilen".



Die voraussichtliche deutsche Aufstellung:

Kahn - Linke, Ramelow, Metzelder - Frings, Schneider, Hamann, Ballack, Ziege - Jancker, Klose

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