DFB-Team wieder in Miyazaki
Klose und Metzelder mit Blessuren

Mit zwei angeschlagenen Spielern an Bord ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am wieder in ihrem WM-Quartier in Miyazaki gelandet. Klose und Metzelder müssen sich im Quatier der Deutschen besonders pflegen lassen.

dpa MIYAZAKIMiyazaki/Japan. Neben Miroslav Klose, der am Mittwoch beim 1:1 in Ibaraki gegen Irland einen Schlag unterhalb des rechten Knies abbekommen hatte, musste sich auch Christoph Metzelder in medizinische Behandlung begeben. Der Dortmunder Verteidiger hat sich beim zweiten Gruppenspiel am Knöchel verletzt. Teamchef Rudi Völler verordnete nach dem 90-minütigen Flug von Tokio nach Miyazaki zunächst Pflege und setzte für den Nachmittag eine Trainingseinheit an.

"Wir haben es selbst in der Hand, den Sprung ins Achtelfinale zu schaffen. Wir werden die Spannung halten und es trotzdem schaffen", erklärte Völler, der auf dem Flug JAL 3311 mit dem Management und einigen Spielern bereits über die Arbeit an den kommenden Tagen bis zum entscheidenden letzten Vorrundenspiel gegen Kamerun am nächsten Dienstag sprach. Der Teamchef kündigte eine Aufarbeitung der Irland- Partie und eine konzentrierte Vorbereitung an. "Wir werden darüber reden in den nächsten Tagen, wir werden uns gut vorbereiten", versprach der 42-Jährige, auch wenn das Spiel in Ibaraki durch den Last-Minute-Ausgleich der Iren noch einen "bitteren Beigeschmack" habe.

Michael Ballack, dem auch gegen die Iren fehlende Fitness anzumerken war, weiß die Mannschaft nach dem klaren 8:0-Erfolg gegen Saudi-Arabien und dem Remis gegen den Weltranglisten-15. Irland nicht richtig einzuordnen: "Es ist schwer einzuschätzen, es ist eine enge Gruppe, und es wird bis zum Schluss spannend bleiben." Der Neu- Münchner macht kein Hehl daraus, dass sich das Team die kommenden Nerven aufreibenden Tage und das Zittern gegen Afrika-Meister Kamerun gern erspart hätte: "Wir hätten gern gewonnen. Es waren Kleinigkeiten, da waren wir nicht clever genug."

"Man geht aus der Kabine raus, im Kopf die 1:0-Führung, das wollen wir verteidigen. So haben wir nicht mehr so auf das 2:0 gespielt", suchte auch der viermalige WM-Torschütze Klose noch nach einer Erklärung für das schwache deutsche Spiel in der zweiten Halbzeit. Seine Knieblessur stufte er als nicht so gravierend ein: "Sicherlich ist das kein Problem." Als schwerwiegenderer Fall könnte sich der verletzte Knöchel des 23-jährigen Metzelder heraus stellen, der im "Kashima Soccer Stadium" in der Schlussphase umgeknickt war.

Völler bezeichnete das Unentschieden gegen Irland nochmals als "gerechtes Ergebnis", schloss aber sofort an: "Das wirft uns jetzt nicht um." Der Druck sei ohnehin bei allen Spielen in Japan und Südkorea groß, "das ist bei einer WM so, das wissen auch die Spieler". Thomas Linke fasste zusammen, was das deutsche Team am kommenden Dientag (20.30 Uhr/MESZ) in Shizuoka besser machen muss: "Besser in die Zweikämpfe kommen, besser nach vorne spielen, wieder zu mehr Chancen kommen und die besser nutzen."

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