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DFB-Trio blickt nach Nyon

Im Spiel um Attraktionen und Mill. blickt ein Trio des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit gespannter Erwartung nach Nyon in die Schweiz.

dpa DÜSSELDORF. Im Spiel um Attraktionen und Mill. blickt ein Trio des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit gespannter Erwartung nach Nyon in die Schweiz.

Am Sitz der Europäischen Fußball-Union (Uefa) werden dem VfB Stuttgart, dem FC Schalke 04 und Zweitligist Alemannia Aachen je vier Clubs für die Gruppenphase des reformierten Uefa-Pokals zugelost. Zwischen drei und fünf Mill. Euro sind zu verdienen - willkommene Gelder, vor allem bei den finanziell nicht auf Rosen gebetteten Vereine aus Gelsenkirchen und Aachen.

Stuttgart hat in der Champions League 2003/2 004 rund 21 Mill. Euro eingenommen. Doch im Uefa-Pokal "schießen die Gelder nicht mehr in den Himmel", sagte VfB-Finanzchef Ulrich Ruf nach den Siegen gegen Ujpest Budapest (3:1/4:0). Deutsche Duelle sind in der 2. Runde mit je zwei Heim- und zwei Auswärtsspielen nicht möglich: Vereine aus dem gleichen nationalen Verband kommen nicht in dieselbe Gruppe.

"Zwei Kracher-Gegner, und die hoffentlich zu Hause", erhofft sich Aachens Linksverteidiger Stefan Blank für die 2. Runde mit zwei "Heimspielen" im Kölner Rheinenergiestadion. Der DFB-Pokalfinalist wird seinen Juli-Schuldenstand von rund 2,8 Mill. Euro weiter reduzieren. "Newcastle United oder Benfica Lissabon" stehen auf der Wunschliste von Dauerläufer Willi Landgraf. Und: "Dass viel Geld in die Schatulle kommt."

Gegen Islands Amateure von Meister FH Hafnarfjördur war das 5:1 aus dem Hinspiel die Garantie fürs Weiterkommen. Beim 0:0 in Köln ist es laut Alemannia-Coach Dieter Hecking "leider nicht gelungen", den 21 704 mitgereisten Fans die 70-km-Anreise mit einem Tore-Festival "zu versüßen. Aber wir sind auf der europäischen Fußball-Bühne, und das ist eine Riesenanerkennung für den Verein und seine tollen Fans."

Hecking bedauerte, dass Aachen nicht mehr für die Uefa-Fünfjahreswertung der DFB-Clubs tun konnte, in der es für einen Sieg zwei Punkte gibt. Das gelang den Schalkern mit dem neuen Trainer Ralf Rangnick perfekt: Dem 5:1 vor zwei Wochen gegen Liepajas Metalurgs ließen die Gelsenkirchener in Lettland ein 4:0 durch Tore von Ebbe Sand und Mike Hanke folgen, dem ein Hattrick (63., 74., 90. Minute) gelang.

Tieftraurig war Peter Neururer. Der Trainer des VfL Bochum sagte nach dem 1:1-Tiefschlag in fast letzter Sekunde gegen Standard Lüttich, man habe "leider nicht das Glück gehabt, Freilose zu haben wie Schalke, Aachen und Stuttgart. Wir sind gegen einen ganz starken Gegner ausgeschieden".

Der Durchmarsch mit allen vier Teams gelang den Spaniern: Neben dem FC Sevilla zogen Real Saragossa, Athletic Bilbao und der FC Villarreal in die zweite Runde ein. Auch die ehemaligen Europapokalsieger AC Parma, Lazio Rom, Benfica Lissabon und Feyenoord Rotterdam gehören zu den 40 Teams der Gruppenphase. Diese 40 spielen vom 21. Oktober bis 16. Dezember um die drei ersten Plätze der acht Gruppen. Hinzu kommen für die Runde der besten 32 die acht Drittplatzierten der Champions-League-Gruppen. Ab dem Achtelfinale (10./16. und 17. März 2005) werden K.o.-Runden ausgetragen. Das Finale um die Nachfolge des FC Valencia findet am 18. Mai in Lissabon statt.

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