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DFB-Vorstand votiert einstimmig für DoppelspitzeDPA-Datum: 2004-07-15 19:52:16

Frankfurt/Main (dpa) - Die Doppelspitze scheint beschlossene Sache: Nach einem einstimmigen Votum des Vorstandes und der darin nicht vertretenen Landesverbände wird der DFB mit größter Wahrscheinlichkeit bis zur WM 2006 von Gerhard Mayer-Vorfelder und Theo Zwanziger angeführt.

Frankfurt/Main (dpa) - Die Doppelspitze scheint beschlossene Sache: Nach einem einstimmigen Votum des Vorstandes und der darin nicht vertretenen Landesverbände wird der DFB mit größter Wahrscheinlichkeit bis zur WM 2006 von Gerhard Mayer-Vorfelder und Theo Zwanziger angeführt.

Auf einer knapp dreistündigen Sitzung des Deutschen Fußball-Bundes in Frankfurt/Main sprachen sich alle Beteiligten für die vor Wochenfrist von der Schlichtungskommission vorgeschlagene Kompromiss-Lösung aus. Damit dürfte die Absegnung auf dem DFB-Bundestag am 22./23. Oktober in Osnabrück nur noch Formsache sein.

Zuvor hatten sich die ehemaligen Konkurrenten um das Präsidentenamt über die Aufgabenverteilung bis zur WM im eigenen Land geeinigt. In der sensiblen Frage nach der Betreuung der Nationalmannschaft wurde dabei ebenfalls ein Kompromiss erzielt. Demnach wird der designierte Geschäftsführende Präsident Zwanziger künftig für das Flaggschiff des deutschen Fußballs verantwortlich sein, muss sich aber bei allen wichtigen Entscheidungen mit dem Präsidenten abstimmen und im Falle gegensätzlicher Meinungen eine einvernehmliche Lösung mit Mayer-Vorfelder herbeiführen.

«Ich glaube, dass wir eine gute Lösung gefunden haben, in der sich Herr Mayer-Vorfelder und ich wiederfinden können», sagte Zwanziger, der sich bis zur Wahl am 23. Oktober ausschließlich seinen Aufgaben als Schatzmeister und Vizepräsident des WM-Organisationskomitees widmen will. Neben der Nationalmannschaft gehören alle weiteren Auswahl-Teams sowie die damit verbundenen Trainerangelegenheiten, die Mitgliedsverbände, die Bereiche Marketing, Finanzen und Personal sowie sportpolitische Aufgaben zum künftigen Tätigkeitsbereich von Zwanziger, der damit der neue starke Mann im DFB ist.

Mayer-Vorfelder wird sich weiter um seine internationalen Aufgaben in der Fifa und Uefa, die von seinem DFB-Amt unabhängig sind, kümmern. Zudem behält er den Vorsitz im Aufsichtsrat des WM-OK und im Aufsichtsrat der DFB-Wirtschaftsdienste Gmbh. Federführend wird der 71-Jährige weiterhin für das DFB-Talentförderprogramm zuständig sein. «Ich stehe aus Überzeugung zu dieser Lösung und bin überzeugt davon, dass wir die vor uns liegenden Aufgaben gemeinsam meistern werden», sagte der zum Teil entmachtete Schwabe, der sich erfolgreich gegen den zunächst von der Basis geforderten Rückzug gewehrt hatte.

Liga-Präsident Werner Hackmann will auf einer Sitzung der Deutschen Fußball Liga (DFL) nun auch die Vertreter der 36 Profi- Vereine auf die Doppelspitze einschwören. Mit 92 der 256 Stimmen besitzen diese auf dem DFB-Bundestag eine Sperrminorität, da für die nötige Satzungsänderung eine Zwei-Drittel-Mehrheit notwendig ist. Einige Manager wie Schalkes Rudi Assauer und Wolfsburgs Peter Pander hatten sich gegen die Kompromiss-Lösung in der DFB-Führung ausgesprochen.

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