DFB weiter in Not
Osieck springt ab

Schon wieder hat der DFB eine empfindliche Absage einstecken müssen: Holger Osieck wird nicht Assistent des designierten Teamchefs Jürgen Klinsmann.

HB BERLIN. Damit ist das Wunsch-Trio für die Führung der deutschen Fußball-Nationalmannschaft geplatzt. Holger Osieck sagte dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) für die Stelle des Klinsmann-Assistenten überraschend ab. Das bestätigte der DFB am Mittwoch. Osieck, der schon als Co-Trainer von Franz Beckenbauer Deutschland 1990 zum WM-Titel geführt hatte, sollte als Bundestrainer gemeinsam mit Teamchef Jürgen Klinsmann und Manager-Kandidat Oliver Bierhoff das neue Führungs-Trio der DFB-Elf bilden.

Nachdem sich Klinsmann und Osieck am Dienstag zu einem Gespräch getroffen hatten, teilte der DFB offiziell mit: "Übereinstimmend kamen Jürgen Klinsmann und Holger Osieck dabei zu dem Ergebnis, dass sie sich nicht über eine Zusammenarbeit verständigen konnten." DFB-Mediendirektor Harald Stenger konkretisierte: "Osieck steht nicht zur Verfügung." Über Gründe der Absage wollten die Beteiligten zunächst nichts mitteilen.

"Es gibt bis morgen keine weiteren Erklärungen mehr einschließlich der Personalie Oliver Bierhoff", sagte Stenger der dpa. Am Donnerstag um 12.00 Uhr will der DFB in seiner Zentrale in Frankfurt (Main) auf einer Pressekonferenz über die weiteren Personalplanungen und - entscheidungen informieren. Ob dabei neben dem neuen Teamchef Klinsmann für Osieck ein anderer Assistenztrainer vorgestellt wird, ist noch unklar. Im Gespräch ist Ralf Rangnick, der aus seiner Stuttgarter Zeit Verbindungen zum 108-maligen Nationalspieler Klinsmann hat, und der Ex-BVB-Spieler Jürgen Kohler.

Bis zur Präsentation werden in Frankfurt (Main), wo Bierhoff mit Verbandsvertretern verhandelt, und in Stuttgart, wo Klinsmann mit seiner Familien zunächst bleibt, noch eine Vielzahl von Gesprächen geführt. Bei der ersten offiziellen Verhandlungsrunde zwischen dem 36-jährigen Bierhoff und DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder soll es bereits positive Zeichen für eine künftige Zusammenarbeit gegeben haben. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe) berichtet, soll Bierhoff seinen gerade erst bis 2010 verlängerten Vertrag mit dem Sportartikel-Hersteller Nike auflösen. Der DFB ist seit Jahren mit Konkurrent adidas verbunden.

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