DFB will vermitteln
Am Freitag soll der TV-Streit beigelegt werden

Im Streit um Bundesliga-Kurzberichte in der ARD - Tagesschau stehen die Zeichen auf Einigung. In einem Gipfeltreffen an diesem Freitag in Stuttgart wollen Kirch-Manager Dieter Hahn und die ARD-Intendanten Fritz Pleitgen, Jobst Plog und Peter Voss den seit Wochen andauernden Konflikt beilegen. DFB-Präsident Gerhard Mayer- Vorfelder hat zu dem Treffen eingeladen. Auch die Deutsche Fußball- Liga (DFL) soll mit am Verhandlungstisch sitzen.

dpa STUTTGART. Die Fußball-Funktionäre möchten den für Außenstehende nur schwer nachvollziehbaren TV-Streit um 90-Sekunden-Berichte möglichst schnell und außergerichtlich beenden. Der Kurzberichte-Streit und die Diskussion um die neue "ran"-Sendung um 20.15 Uhr überschatten den Auftakt der 39. Bundesliga-Saison. Bei weiteren Gerichtsprozessen droht dem Fußball ein noch größerer Imageschaden.

Wille zur Einigung

Die ARD und die Kirch-Gruppe als Rechteinhaber signalisierten im Vorfeld ihren Willen zur Einigung. Beide Seiten verständigten sich erneut auf eine Sonderregelung für die 20.00 Uhr-Tagesschau an diesem Samstag. Die ARD darf in kurzen Ausschnitten über das Bundesliga-Topspiel Bayer Leverkusen - FC Bayern München berichten. Eine grundsätzliche Regelung für den Rest der Saison wird von der "Elefantenrunde" in Stuttgart erwartet.

Hintergrund des Streits ist die Verlegung von "ran" auf 20.15 Uhr und damit auf einen Sendeplatz nach der ARD-Tagesschau. Der öffentlich-rechtliche Sender möchte wie bisher drei Spiele seiner Wahl 90 Sekunden lang in seiner Hauptnachrichtensendung zeigen. Die Kirch-Gruppe bewilligt aber nur zwei Spiele, von denen eines mehrere Tage vorher bestimmt werden muss.

Ein ARD-Antrag auf Einstweilige Verfügung gegen die Kirch-Gruppe auf Erfüllung des noch ein Jahr laufenden Vertrages hatte das Landgericht München abgelehnt. Sollte der TV-Gipfel scheitern, könnte die ARD Beschwerde gegen das Urteil beim Oberlandesgericht einlegen.

Als weitere Möglichkeit würde der ARD die einseitige Kündigung des laufenden TV-Vertrages bleiben. Der Vertrag regelt allerdings auch die Bundesliga-Nachberichterstattung in den 3. Programmen am Sonntag. Bei einer Kündigigung könnte die ARD als erster TV-Sender versuchen, das gesetzlich festgelegte Recht auf Kurzberichterstattung wahrzunehmen. In dem laufenden TV-Vertrag hatte die ARD ausdrücklich erklärt, dieses Recht nicht anzuwenden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%