DFL besteht auf Bankbürgschaft
Premiere macht neues Gebot für Bundesliga

Der Pay TV-Sender Premiere will auch in der nächsten Saison alle Spiele der Fußball-Bundesliga übertragen. Angeblich liegt der DFL bereits ein neues Gebot des Senders vor.

dpa HANNOVER/MÜNCHEN. Der defizitäre Abo-Kanal hat der Deutschen Fußball-Liga (DFL) nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" ein Angebot für einen neuen Vertrag unterbreitet. Der Kontrakt soll ein Gesamtvolumen von 140 Mill. ? für eine Spielzeit umfassen, das Geld aus einem Teil der Abo-Erlöse stammen. Der Betrag soll in 10 Monatsraten gezahlt werden.

Premiere-Chef Georg Kofler sagte der "SZ" auf Anfrage, er sei zuversichtlich, der DFL eine "akzeptable Sicherheit" für die Lizenzsumme bieten zu können. Der Dachverband der 36 Profi-Clubs besteht nach den schlechten Erfahrungen mit der insolventen KirchMedia auf eine Bankbürgschaft als Garantie bei Abschluss eines neuen TV-Vertrags. Der bisherige Vertragspartner Kirch-Media konnte der DFL rund 80 Mill. ? für die zurückliegende Saison nicht zahlen.

Dennoch beteiligt sich das Münchner Medienunternehmen, bei dem in der nächsten Woche das Insolvenzverfahren eröffnet werden soll, am Poker um die Bundesliga-Rechte. Kirch-Media möchte ausschließlich die Rechte für das frei empfangbare Fernsehen (Free TV) erwerben und diese dann an TV-Sender wie Sat-1, ARD und ZDF verkaufen. Dafür wurde der DFL ein Zwei-Jahres-Vertrag mit einem Gesamtvolumen von rund 600 Mill. ? angeboten.

Ein anderer Interessent ist der Münchner Filmhändler Herbert Kloiber. Er möchte die Rechte gemeinsam mit der Telekom erwerben. Im Gespräch ist ein Angebot von mehr als 300 Mill. ? pro Saison. ARD/ZDF haben nach eigenen Angaben kein Angebot vorgelegt. Die DFL will bis Mitte Juni die TV-Frage klären, damit ihre Vereine Planungssicherheit für die nächste Spielzeit haben.

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