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DFL erteilt allen Profi-Vereinen die Lizenz

Almancil (dpa) - Trotz erheblicher finanzieller Probleme einiger Vereine hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) allen 36 Erst- und Zweitligisten die Lizenz für die kommende Saison erteilt.

Almancil (dpa) - Trotz erheblicher finanzieller Probleme einiger Vereine hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) allen 36 Erst- und Zweitligisten die Lizenz für die kommende Saison erteilt.

Aufatmen durften nach der Vorstandssitzung des Ligaverbandes im EM-Quartier der deutschen Nationalmannschaft im portugiesischen Almancil vor allem die wirtschaftlich angeschlagenen Bundesligisten Borussia Dortmund und 1. FC Kaiserslautern sowie die Aufsteiger FSV Mainz 05, 1. FC Nürnberg und die Zweitliga-Vereine MSV Duisburg und 1860 München. Der Spielplan für die am ersten August-Wochenende beginnende Bundesliga- und Zweitliga-Saison soll spätestens bis zum 25. Juni veröffentlicht werden.

«Der Vorstand hat sich davon überzeugt, dass alle Bewerber die ihnen auferlegten Bedingungen bis zum vorgeschriebenen Termin am 16. Juni erfüllt haben», erklärte DFL-Präsident Werner Hackmann zur Lizenzerteilung an die Vereine. Grund zur Entwarnung sieht der ehemalige HSV-Vorstandschef angesichts der Verbindlichkeiten von insgesamt rund 500 Millionen Euro im deutschen Profi-Fußball allerdings nicht. Man werde weiterhin mit «wachsamen Augen» die Entwicklungen im wirtschaftlichen Bereich verfolgen. Insbesondere die «Fremdfinanzierung» bereitet dem Ligaverband Sorgen.

Borussia Dortmund hatte nach einem Halbjahres-Rekordverlust von fast 30 Millionen Euro praktisch mit Ablauf der gesetzten DFL-Frist am 16. Juni den Transfer von Torsten Frings zum FC Bayern München unter Dach und Fach gebracht. Der BVB soll vom Rekordmeister für den Nationalspieler eine Ablösesumme von angeblich neun Millionen Euro erhalten. Die Münchner «Löwen» hatten ihre finanzielle Situation durch den Verkauf von Nationalstürmer Benjamin Lauth an den Hamburger SV und U 21-Nationalspieler Andreas Görlitz an Bayern München für zusammen rund sieben Millionen verbessert.

Mit dem eigenen Lizenzierungsverfahren erfüllt die DFL nach eigener Ansicht alle Bedingungen für das von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) neu eingeführte Lizenzierungssystem für die Europapokal-Wettbewerbe. «Unser Verfahren hat sich als wirksamer Schutz vor wirtschaftlichen Ausfällen bestens bewährt», meinte Hackmann.

Der DFL-Vorstand stimmte in Portugal auch dem Umzug von Bundesliga-Absteiger 1860 München ins heimische Grünwalder Stadion zu. Allerdings werden aus Sicherheitsgründen bis zu vier Heimspiele in der 2. Liga im Münchner Olympiastadion ausgetragen. Dazu gehören nach DFL-Angaben definitiv die Heimspiele gegen Eintracht Frankfurt, den 1. FC Köln und Dynamo Dresden.

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