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DFL fordert Untersuchungsbericht zum Stromausfall

Bremen (dpa) - Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will nach dem Stromausfall im Weserstadion Licht ins Dunkel bringen.

Bremen (dpa) - Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will nach dem Stromausfall im Weserstadion Licht ins Dunkel bringen.

Der zuständige DFL-Geschäftsführer Wilfried Straub hat nach dem ungewöhnlichen Saison-Eröffnungsspiel zwischen Werder Bremen und dem FC Schalke 04 (1:0) einen detaillierten Untersuchungsbericht von der Stadionverwaltung gefordert. Erst danach werde über Konsequenzen nachgedacht, meinte er. «Man kann sich aber nicht gegen alles versichern. Es war eine Situation, die man sich nicht wünscht», sagte Straub. «Gegen höhere Gewalt kann man nichts machen.»

Eine defekte Verbindungsstelle im rund 6000 Kilometer langen Stromnetz von Bremen hätte den Start in die 42. Saison der Fußball-Bundesliga beinahe verhindert. «Eine der vielen zehntausend Muffen, die die Stromkabel untereinander verbinden, hatte den Geist aufgegeben», teilten die Stadtwerke Bremen (swb) mit. Da die 10 000-Volt-Hochspannungskabel aus Sicherheitsgründen rund einen Meter tief in der Erde verlegt sind, konnte der Fehler nicht innerhalb weniger Minuten geortet werden.

Für das Fernsehen entpuppte sich die geplante Live-Übertragung als eine mehr oder minder schwer zu lösende Herausforderung. Während der Bezahlsender Premiere die Zuschauer via Telefonleitung von ihrem Reporter über den Stand der Dinge informieren ließ, tappten die Fußball-Freunde bei der ARD lange im Dunkeln und bekamen Konserven vorgesetzt. Statt den Gang der Dinge und den Grund der 65-minütigen Verzögerung aufzuhellen, wurde ein Ersatzprogramm mit alten Schlagern und Olympia-Gala präsentiert.

Ein großes Lob verteilte Straub an die 42 109 Zuschauer im Stadion: «Sie haben vorbildlich auf die Panne reagiert, Das konnte man nicht unbedingt erwarten. Wir haben auch an einen Abbruch gedacht. Die Sicherheit der Besucher durfte zu keiner Zeit gefährdet werden.» Der DFL-Geschäftsführer dankte auch den beiden Fernsehanstalten, der Polizei, der Feuerwehr und den Vereinsvertretern: «Sie haben alle prächtig mitgezogen.»

«Es handelte sich um einen technischen Defekt», erklärte swb- Unternehmenssprecherin Marlene Odenbach. Dieser Fehler hat einen Kurzschluss produziert, der das Stromnetz im Stadion, im Stadionbad und in etwa 100 Haushalten lahm gelegt hat. Dass ein Baggerführer die Stromkabel durchtrennt hätte, wie der Stadionsprecher es durchgesagt hat, dementierte Odenbach: «Den Baggerführer gab es zu dieser Zeit gar nicht.»

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