DG Bank glaubt an Erholungstendenz
Dax-Ausblick: Keine Trendwende in Sicht

Nach den Telekomwerten, die in dieser Woche mit rasanten Kursstürzen von sich reden machten, stehen nun die Banken im Blickpunkt. Dresdner Bank (19.2.) und Hypo-Vereinsbank (21.2.) berichten über das abgelaufene Geschäftsjahr, auch PKW-Hersteller Volkswagen legt vorläufige Geschäftszahlen vor. Impulse für den Dax erwarten die Analysten allerdings nicht.

DÜSSELDORF. Nach Ansicht von Ralf Haziak, Analyst bei West LB Research, wird der Dax in diesem Quartal diese Handelsspanne von 300 Punkten nicht verlassen. "Erst dann wird das die Steuerreform greifen", meint er. Verhalten optimistisch gibt er sich bei Technologie-Aktien und empfiehlt in diesem Segment Standardwerte wie Siemens, Alcatel oder Infineon. Zurückhalten sollten sich Anleger bei der Deutschen Telekom. "Wenn Telekomwerte, dann Telefonica oder Vodafone", so Haziak. Neben den Chemie-Werten Bayer und Novartis empfiehlt er Nestle und den Luxusgüterkonzern LVMH.

Die DG Bank glaubt aus technischer Sicht an eine weitere Kurserholung des Dax-Indizes, da bislang die Unterstützungslinie von 6 470 Punkten nicht nachhaltig unterschritten wurde. Die Analysten billigen dem Index eine Erholungsbewegung in Richtung 6 650 Zählern zu.

Bei den Einzelwerten im Dax 30 ist Holger Struck, technischer Analyst der Privatbank M.M. Warburg, von Daimler-Chrysler überzeugt. "Die Aktie hat ihre Tiefststände schon gesehen", sagte er. Das Wertpapier gehe in Richtung 60 Euro, unabhängig wie sich der Index entwickle. Mittelfristig seien 70 Euro denkbar. Auch Infineon könne sich in eine positive Richtung entwickeln, mit Abstrichen auch Epcos. SAP würde mit dem Überschreiten der 200 Euro-Widerstandslinie ein Kaufsignal generieren.

Die GZ-Bank glaubt, dass die Wall Street ihre Leitfunktion für die europäischen Börsen weiterhin einnimmt. Da das schwindende Verbrauchervertrauen in den USA die Analysten skeptisch stimmt, seien größere Kurssteigerungen von europäischen Aktien nicht in Sicht. Deswegen empfiehlt die GZ-Bank den defensiveren Sektoren treu zu bleiben und setzt zunächst auf europäische Standardaktien wie Unilever, Novartis und Zurich Financial Services. Allerdings billigen sowohl Genossenschaftsbank als auch West LB den europäischen Wertpapieren mehr Kurspotenzial als den US-Werten zu.

Die strategischen Empfehlung der Helaba-Bank sind in folgender Tabelle zusammengefasst:



Hessische Landesbank

 Gewinn je Aktie 00eGewinn je Aktie 01eEmpfehlungDatum Empfehlung
Adidas Salomon4,204,80übergewichten03.11.00
Allianz14,216,8neutral18.09.00

BASF

2,213,09übergewichten10.11.00

Bayer

2,692,94untergewichten24.01.01

BMW

1,862,80neutral01.08.00

Commerzbank

3,382,41neutral20.11.00

DaimlerChrysler

3,501,80neutral28.07.00
Dt. Bank7,907,90neutral28.11.00
Degussa-Hüls2,352,52übergewichten12.12.00
Dresdner Bank3,762,38neutral09.11.00
Dt.

Telekom

-0,060,14neutral23.01.01

E.ON

5,303,93neutral11.12.00

Epcos

3,684,33neutral04.08.00

FMC

2,513,02neutral10.11.00

Henkel

Vz.
3,123,52neutral14.11.00
HypoVereinsb2,413,58neutral25.07.00

Infineon

1,831,53neutral08.11.00
Karstadt Quelle1,202,10übergewichten24.10.00

Lufthansa

1,601,80übergewichten28.08.00

Linde

2,402,75übergewichten20.12.00

MAN

2,522,60neutral24.01.01

Metro

1,101,30übergewichten10.10.00
Münchner Rück.8,609,80neutral13.02.01
Preussag1,922,10untergewichten19.10.00

RWE

2,242,57übergewichten31.05.00

SAP

Vz.
2,033,16neutral19.06.00

Schering

1,702,12neutral08.02.01

Siemens

4,465,00neutral17.11.00
Thyssen Krupp1,021,13neutral11.12.00

Volkswagen

4,585,91übergewichten30.10.00
Jürgen Röder
Jürgen Röder
Handelsblatt / Redakteur Finanzzeitung
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%