DG Bank senkt Prognose für die Nemax-Indizes
Dax-Ausblick: Die 5 000-Punkte sind in Sichtweite

Der Dax lotet ein ums andere Mal neue Jahres-Tiefststände aus. Auch für die kommende Woche sind Kapitalmarktexperten skeptisch. Sie glauben, dass das Börsenbarometer als nächstes die 5 000-Punkte-Marke testen wird.

DÜSSELDORF. Kleinanleger haben es zurzeit schwer. Immer wieder gibt es Kaufempfehlungen. Außerdem mehren sich Stimmen von einer einsetzenden Bodenbildung. Gleichzeitig zeichnet sich auf dem Parkett nicht ab, wann die Indizes ihre Tiefststände finden könnten. Aber es gibt ja noch die US-Notenbank und ihren Vorsitzenden Alan Greenspan. In der Vergangenheit gelang es dem Fed-Chef immer wieder, die Aktienmärkte durch Leitzinssenkungen zu stimulieren. Experten rechnen für Dienstag mit einer weiteren Herabsetzung der US-Zinsen.

"Eine Zinssenkung um ein Viertelprozent halten wir für die wahrscheinlichste Entscheidung", sagt Finanzanalyst Hans-Peter Ewert von der SEB Bank. Der Experte glaubt, dass die Börse enttäuscht reagieren könnte, sollten die Zinsen unverändert bleiben oder stärker als erwartet gesenkt werden. Gebe es beispielsweise einen Zinsschritt um minus 50 Basispunkte, würde die US-Notenbank damit höchsten Pessimismus für die wirtschaftliche Lage signalisieren - nach dem Motto: "Rette sich, wer kann".

Wichtige Unternehmensdaten stehen an den US-Leitbörsen nächste Woche nicht auf dem Programm. Zahlen gibt es beispielsweise von American Eagle Outfitters , Toys R Us (beide Montag), Saks, Target (beide Dienstag), href="http://www.handelsblatt.com/hbiwwwangebot?fn=relhbi&sfn=buildhbi&bmc=cn_hnavi&strucid=PAGE_200007&pageid=PAGE_200025&bmc=cn_kurse_chartergebnis&quick=2&sSymbol=ROST.NAS&sName=ROSS%20STORES%20(Q)&SH=0&depot=0"> href="http://www.handelsblatt.com/hbiwwwangebot?fn=relhbi&sfn=buildhbi&bmc=cn_hnavi&strucid=PAGE_200007&pageid=PAGE_200025&bmc=cn_kurse_chartergebnis&quick=2&sSymbol=ROST.NAS&sName=ROSS%20STORES%20(Q)&SH=0&depot=0"> href="http://www.handelsblatt.com/hbiwwwangebot?fn=relhbi&sfn=buildhbi&bmc=cn_hnavi&strucid=PAGE_200007&pageid=PAGE_200025&bmc=cn_kurse_chartergebnis&quick=2&sSymbol=ROST.NAS&sName=ROSS%20STORES%20(Q)&SH=0&depot=0"> Ross Stores (Mittwoch), Barnes & Noble und Kmart (beide Donnerstag).

In Euroland stehen zahlreiche Termine auf dem Programm. Viele Unternehmen stellen Halbjahreszahlen vor. SEB-Experte Ewert erwartet, dass die Zahlen teils in Ordnung sein werden, aber die von den Unternehmen veröffentlichten Ausblicke eher trüb ausfallen werden. Die wichtigsten Termine der kommenden Woche zeigt folgende Tabelle: Unternehmenstermine in Euroland

Wochenprognose reicht von 5 000 bis 5 500 Dax-Punkten

Prognosen für das wichtigste deutsche Börsenbarometer, den Dax, zeigen ein düsteres Bild. Die DG Bank geht davon aus, dass ein Rutsch in Richtung 5 000 Punkte wahrscheinlich ist. Auch für den Neuen Markt sind die Analysten pessimistisch. Die DG Bank reduzierte ihr Kursziel für die Nemax-Indizes auf Halbjahressicht von 1 800 auf 1 600 Punkte. Analyst Ewert von der SEB Bank sieht den Dax auf Wochenfrist immerhin noch bei 5 100 Punkten.

Aber es gibt durchaus noch gegensätzliche Stimmen. Die Hamburgische Landesbank beispielsweise sieht den Dax in einer Woche bei 5 500 und auf 6-Monats-Sicht bei 6 200 Punkten. Die Kapitalmarktexperten der Hamburgischen Landesbank glauben, dass einzig von der Zinsseite Unterstützung für den schwachen Aktienmarkt kommen könnte, und machen dies von einer Zinssenkung in Euroland abhängig. Bislang hatte sich EZB-Chef Duisenberg dazu nicht durchringen können, weil er - anders als Greenspan in den USA - vorrangig einer niedrigen Inflationsrate verpflichtet ist. Erst an zweiter Stelle unterstützt die EZB die konjunkturellen Ziele der europäischen Regierungen.

Finanzanalyst Ewert erwartet, dass sich die Aktienmärkte noch eine ganze Weile sehr volatil und vor allem sehr labil zeigen werden: "Es sieht alles andere als rosig aus", sagt er. Dennoch gibt es für Anleger konservative Titel, die er empfiehlt. Er hält Altana ("die hatten wir schon lange auf der Kaufliste"), Jenoptik , Buderus , BMW , Fresenius Medical Care , Münchener Rück und auch Schering mittelfristig für aussichtsreiche Aktien. "Die Telekom -Aktie würde ich allerdings momentan nicht ordern", sagt Ewert, "obwohl der Wert fundamental in Ordnung sei, könnte die Aktie im momentan unsicheren Marktumfeld durchaus noch auf 15&nsbp;Euro fallen. Auch von Bayer rät Ewert zurzeit ab. Die SEB Bank hat den Chemie-Riesen jüngst auf "Verkaufen" zurückgestuft. Ewert fürchtet, dass in den USA eine Klage von Angehörigen der Opfer des Medikaments Lipobay zum Erfolg führen könnte und dann eine Sogwirkung von weiteren Klagen auslösen würde.

Weitere Empfehlungen haben wir in dieser Woche von der Hamburgischen Landesbank für Sie in folgender Tabelle zusammen gestellt:

Anlagefavoriten der Hamburgischen Landesbank

TitelBrancheWährungKursKursziel

Stoxx 50

    

Allianz

Versicherungen?325,00400,00
BSCHBanken?10,0112,50

Credit Suisse

Group
BankenChf71,25(*) 90,00

Deutsche Bank

Banken?76,92115,00

ENI

Energie?14,3617,20

Ericsson

InvestitionsgüterSek54,0095,00

Generali

Versicherungen?36,6547,00
Münchener RückVersicherungen?330,67410,00
NestléHandel und KonsumChf365,00390,00

Roche

Chemie und PharmaChf130,50150,00

Royal Bank of Scotland

BankenGbp1741,001900,00

Siemens

Investitionsgüter?59,59115,00
TelefónicaTelekommunikation?13,4824,00

Vodafone

TelekommunikationGbp136,50280,00

Dax

    

Commerzbank

Banken?27,2035,00

Fresenius Medical Care

Chemie und Pharma?88,7090,00

Metro

Handel und Konsum?44,5556,00
(*) Split 4:1    

Wie geht es weiter an den Weltbörsen? Schreiben Sie dem Autor Ihre Meinung zur Lage auf dem Parkett: r.schweins@vhb.de

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