Archiv
Dgap-Ad hoc: WMF Württ. Metallwarenf.

WMF Aktiengesellschaft Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2004

WMF Aktiengesellschaft Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2004

Ad-hoc-Mitteilung übermittelt durch die Dgap. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. --------------------------------------------------------------------------------

WMF Aktiengesellschaft Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2004

Sehr geehrte WMF-Aktionäre, in einem erneut sehr ungünstigen wirtschaftlichen Umfeld konnten die Gesellschaften des WMF Konzerns nur teilweise die Pläne für das erste Halbjahr 2004 realisieren. Der Konzernumsatz gab in den ersten sechs Monaten sowohl im Konsum- als auch im Objektgeschäft gegenüber Vorjahr nach und liegt mit einem Minus von 3% bei 254,5 Mill. ?. Unter Berücksichtigung der in diesem Jahr fehlenden Jubiläumsaktivitäten konnte sich WMF im schwachen Branchenumfeld behaupten. Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz beträgt 39,1%.

Die anhaltende Nachfrageschwäche hat nahezu alle Vertriebs- und Markengesellschaften des Konzerns betroffen. In der WMF AG hat sich der Umsatz per 30. Juni 2004 gegenüber Vorjahr um 5% auf 160,6 Mill. ? verringert. Das Konsumgeschäft der AG war geprägt von der Kaufzurückhaltung der Verbraucher, von Geschäftsaufgaben eines Teils unserer Fachhandelspartner und von der Schließung unrentabel gewordener eigener Filialgeschäfte. Etwas günstiger als im Inland verlief das internationale Konsumgeschäft. Dadurch konnten die negativen Auswirkungen der grundlegenden Branchenschwäche in Deutschland gemindert werden.

Das Objektgeschäft der WMF AG konnte nahezu das Vorjahresniveau halten. Dabei wurde im Inland trotz der weiterhin schwierigen Lage im Gastgewerbe ein leichter Zuwachs erreicht. Kaffeemaschinen blieben eine wichtige Stütze des Geschäfts.

Ergebnis Bislang nicht erfüllte Umsatzerwartungen im traditionell schwächeren 1. Halbjahr und die daraus resultierende schwächere Kapazitätsauslastung unserer Fertigungen haben Konsequenzen für das Ergebnis, die durch Einsparungen bis Jahresmitte noch nicht kompensiert werden konnten. Entsprechend hat sich die rtragslage des WMF Konzerns im ersten Halbjahr verschlechtert. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit reduzierte sich auf-5,6 Mill. ?. Das Periodenergebnis nach Steuern beträgt-6,1 Mill. ?.

Mit einer Vertriebs-, Kommunikations- und Marketingoffensive werden wir im zweiten Halbjahr wichtige Impulse zur Belebung des Geschäfts geben. Ziel ist es, die Einbußen des ersten Halbjahres aufzuholen.

Daneben sind unsere Maßnahmen zum Kostenmanagement Ergebnis bestimmend. Aufgrund der verhaltenen Umsatzentwicklung sind insbesondere erfolgswirksame Budgetbegrenzungen beim sonstigen betrieblichen Aufwand eingeleitet. Der Personalaufwand, der in den ersten sechs Monaten 2004 trotz Kurzarbeit und rückläufiger Beschäftigtenzahl auch wegen deutlicher Tarif bedingter Kostensteigerungen nicht komplett an die Umsatzentwicklung angepasst werden konnte, wird durch ein Programm der Arbeitszeitverkürzung reduziert werden. Dagegen stehen erhöhte Anlaufkosten aus dem Projekt zur Modernisierung der Versandlogistik, die seit Mitte Juli schrittweise ihren Betrieb aufnimmt. Vorübergehende Beeinträchtigungen der Lieferfähigkeit müssen bei diesem außerordentlich anspruchsvollen Projekt in Kauf genommen werden. Für die Zukunft ist die WMF dafür mit einer Versand- und Distributionslogistik ausgestattet, die unseren Kunden einen nochmals deutlich verbesserten Lieferservice und damit Wettbewerbsvorteile bietet. Trotz aller schwierigen Randbedingungen bestehen Chancen, 2004 im Konzern den Umsatz und damit das Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres erreichen zu können.

Ende der Ad-hoc-Mitteilung (c)Dgap 27.08.2004

Informationen und Erläuterungen des Emittenten zu dieser Ad-hoc-Mitteilung:

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2004 haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entgegen früheren Prognosen weder im Inland noch in dem für die WMF relevanten Ausland verbessert. Neben der nach wie vor hohen Arbeitslosigkeit belasteten in Deutschland zusätzlich die Unsicherheiten über die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme.

In der Folge blieb der private Konsum schwach, was sich entsprechend auf die Umsätze sowohl im Einzelhandel als auch bei den Warenhäusern und im Gastgewerbe niederschlug. In den Bereichen, in denen die WMF tätig ist, war die Zurückhaltung der Verbraucher besonders ausgeprägt. Die Branchenentwicklung, Hausrat, Glas, Porzellan, Keramik war im ersten Halbjahr deutlich negativ.

Beschäftigung Die Zahl der im Konzern beschäftigten Mitarbeiter hat sich zum 30. Juni 2004 um 42 Personen auf 5 349 vermindert. Der Rückgang erfolgte vor allem im Inland.

Zur Kosten- und Kapazitätsanpassung sind in der AG wie auch bei mehreren Tochtergesellschaften Vereinbarungen zur Arbeitszeitanpassung ohne Entgeltausgleich geschlossen worden, die im zweiten Halbjahr zu einer spürbaren Reduzierung des Personalaufwandes führen werden.

Investitionen Die Sachinvestitionen beliefen sich in der ersten Jahreshälfte 2004 mit 14,2 Mill. ? deutlich über Vorjahr (7,5 Mill. ?). Bestimmend für den Anstieg ist die Modernisierung des Logistikzentrums in Geislingen. Darüber hinaus standen die Entwicklung neuer Produkte, der Ausbau und die Aktualisierung des Filialnetzes und Kommunikationsmaßnahmen zur Stärkung der Marken im WMF Konzern im Vordergrund. Der erfolgreiche Abschluss der Migration der Anwendungssoftware SAP R/2 nach SAP R/3 bei der WMF AG und die Neueinführung von R/3 bei der Tochtergesellschaft Kaiser waren im ersten Halbjahr mit höheren DV-Investitionen verbunden.

Ausblick Die Prognosen der Konjunkturexperten für das zweite Halbjahr 2004 sind lediglich verhalten optimistisch. Für die deutsche Wirtschaft wird eine nur leichte Belebung erwartet. Auch im für die WMF relevanten Ausland wird nicht mit grundlegend positiven Wachstumsimpulsen gerechnet. Selbst bei einer verbesserten wirtschaftlichen Perspektive müssen wir davon ausgehen, dass eine globale Wiederbelebung des Konsumentenvertrauens und der Konsumneigung erst bei nachhaltig positiver Wirtschaftsentwicklung und günstigeren Arbeitsmarktdaten zu erwarten sein wird. Damit sind insbesondere im deutschen Einzelhandel die Hoffnungen auf eine baldige positive Trendwende gering.

Die Gesellschaften des WMF Konzerns müssen sich diesen Herausforderungen stellen und, gestützt auf starke Marken, sich dem ungünstigen Markt- und Branchenumfeld widersetzen. Mit innovativen Produkten, die sich durch hohen Gebrauchsnutzen, Qualität und Design auszeichnen, einer außerordentlich hohen Präsenz im Inlandsmarkt und wachsender Distribution im Ausland sowie durch verstärkt emotionale Ansprache unserer Kunden sehen wir uns für die Herausforderungen des Marktes gut gerüstet.

Aktie Die Hauptversammlung am 17. Mai 2004 hat dem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2003 von 11,90 Mill. e für die Ausschüttung einer Dividende von 0,77 e sowie eines Jubiläumsbonus von 0,08 e je nennwertlose Stamm- und Vorzugsaktie im rechnerischen Betrag von 2,56 e zu verwenden. Mit diesem Ausschüttungssatz ist erneut eine überdurchschnittliche Dividendenrendite verbunden.

Geislingen (Steige), im August 2004 Der Vorstand

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%