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DGB sieht Nachholbedarf für Tarifrunde 2002

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sieht einen deutlichen Nachholbedarf der Arbeitnehmer bei der bevorstehenden Tarifrunde 2002.

ddp BADEN-BADEN. DGB-Vizechefin Ursula Engelen-Kefer sagte am Mittwoch im Südwestrundfunk (SWR), bei den Lohnerhöhungen müssten zumindest Produktivitätssteigerung und Inflationsrate berücksichtigt werden. Mehrjährige Nullrunden bei den Tarifen, wie jetzt vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) gefordert, seien mit den Gewerkschaften nicht zu machen, bekräftigte Engelen-Kefer.

In den vergangenen beiden Jahren hätten die Arbeitnehmer trotz nachweislich hervorragender Unternehmensgewinne Realeinkommensverluste hinnehmen müssen. Die Arbeitgeber hätten die in der vergangenen Tarifrunde vereinbarten Möglichkeiten nicht genutzt, um Beschäftigung auszubauen. Daneben hätten die Gewerkschaften mit ihrem jüngsten Angebot, kürzere als einjährige Tarifverträge einzugehen, ihr Verantwortungsbewusstsein angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung unter Beweis gestellt, sagte Engelen-Kefer weiter.

Angesichts der Konjunktur-Flaute sieht Engelen-Kefer auch Handlungsbedarf bei der Bundesregierung. Die Regierung dürfe sich allerdings nicht auf kurzfristige konjunkturpolitische Strohfeuer wie etwa ein Vorziehen der Steuerreform einlassen.

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