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Diageo: Gewinn vor Sonderposten sinkt - Analystenerwartungen getroffen

Der weltgrößte Spirituosenhersteller Diageo hat einen Rückgang beim Gewinn vor Sonderposten im Geschäftsjahr 2003/04 verbucht. Der Überschuss vor Firmenwertabschreibungen und Einmalbelastungen sei von 1,484 Mrd. auf 1,460 Mrd. Pfund gesunken, teilte der Hersteller von Smirnoff-Vodka, Guiness-Bier und Baileys-Likör am Donnerstag in London mit. Unter dem Strich sei ein Reingewinn von 1,392 Mrd. Pfund angefallen nach 50 Mill. im Jahr zuvor. Dabei war das Vorjahresergebnis durch hohe Restukturierungsaufwendungen belastet worden.

dpa-afx LONDON. Der weltgrößte Spirituosenhersteller Diageo hat einen Rückgang beim Gewinn vor Sonderposten im Geschäftsjahr 2003/04 verbucht. Der Überschuss vor Firmenwertabschreibungen und Einmalbelastungen sei von 1,484 Mrd. auf 1,460 Mrd. Pfund gesunken, teilte der Hersteller von Smirnoff-Vodka, Guiness-Bier und Baileys-Likör am Donnerstag in London mit. Unter dem Strich sei ein Reingewinn von 1,392 Mrd. Pfund angefallen nach 50 Mill. im Jahr zuvor. Dabei war das Vorjahresergebnis durch hohe Restukturierungsaufwendungen belastet worden.

Der Gewinn vor Steuern und Sonderposten sank im Rahmen der Analystenerwartungen von 2,12 Mrd. auf 2,07 Mrd. Pfund. Ohne die Sondereffekte stieg er von 632 Mill. auf 1,97 Mrd. Pfund. Der Umsatz ging von 9,28 Mrd. auf 8,89 Mrd. Pfund zurück. Der operative Gewinn legte von 1,79 Mrd. auf 1,87 Mrd. Pfund zu. Vor Sonderposten sank er von 1,95 Mrd. auf 1,91 Mrd. Pfund.

Wachstumstreiber Amerika-Geschäft

Wie Diageo weiter mitteilte, erwies sich das Amerika-Geschäft als Wachstumstreiber. Hingegen hätten der schwache europäische Markt und der starke Pfund-Kurs belastet. Währungseffekte hätten den Gewinn je Aktie (EPS) vor Sonderposten um fünf Prozentpunkte geschmälert. In dem Ende Juni auslaufenden Geschäftsjahr belief er sich auf 48,2 Pence nach 47,7 Pence im Jahr zuvor.

Das Szenario wird sich laut Vorstandschef Paul Walsh auch im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen. "Europa bleibt unsere größte Herausforderung und Nordamerika unsere größte Chance", sagte Walsh. Anfang Juli hatte der Konzern zudem angekündigt, er erwarte ein organisches Wachstum beim Getränkeabsatz, ein Plus beim Umsatz und beim operativen Gewinn. Die Währungseffekte sollten in etwa das Niveau von 2003/04 haben.

Der geplante Teilverkauf der Beteiligung an dem US-Lebensmittelkonzern General Mills dürfte nach Aussage von Diageo im Juli das EPS um drei Cent verwässern. Die Briten halten 21,6 % an General Mills, Analysten zufolge könnten durch den Verkauf 2,2 Mrd. $ erlöst werden. Als möglicher Käufer wurde am Markt bereits der Schweizer Nestle-Konzern ins Spiel gebracht.

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