Archiv
Diakonie und EKD zahlen für Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern

ap StUTTGART/HANNOVER. Die Diakonie und die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) beteiligen sich mit zehn Millionen Mark an der Stiftung zur Entschädigung der NS-Zwangsarbeiter. Wie die EKD und die Diakonie in einer gemeinsamen Erklärung am Mittwoch in Stuttgart und Hannover mitteilten, sehen sie in der Stiftung ein Zeichen und eine bleibende Verpflichtung dafür, dass die heutige Generation des deutschen Volkes die Erinnerung an finstere Zeiten seiner Geschichte nicht verdrängt und gemeinsam Verantwortung für das in der Zeit des Nationalsozialismus geschehene Unrecht übernimmt. Auch bei Diakonie und Kirche seien Zwangsarbeiter beschäftigt gewesen. `Dies war Beteiligung an einem Zwangs- und Unrechtssystem. Wir bekennen diese Schuld", heißt es in der Erklärung. Man werde unabhängig von der Höhe des finanziellen Beitrags zur Stiftung die Bemühungen fortsetzen, die eigene Verstrickung in das Unrecht der Zeit des Nationalsozialismus zu untersuchen. Zwangsarbeit sei mit der Würde des Menschen nicht vereinbar. Die dunklen Seiten der Vergangenheit müssten aufgedeckt werden, um den Opfern der Gewalt auch auf diese Weise Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und um für sich selbst die Ursachen der Verstrickung in Unrecht und Gewaltherrschaft genauer wahrzunehmen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%