Dialer-Mails
Spammer missbraucht Robinsonliste

Im Kampf gegen unerwünschte Werbemails ("Spam") hat sich jetzt ein Spam-Versender einen perfiden Schachzug einfallen lassen.

hon DÜSSELDORF. Der Spammer verschickt massenhaft Mails mit Sexwerbung. Wer diese Botschaften öffnet, bei dem installiert sich ein so genannter Dialer, der das Modem auf teure 0190er-Telefonnummer umleitet. So weit, so schlecht, aber nicht ungewöhnlich.

Pikant ist ein Hinweis am Ende der Mail. Dort wird empfohlen, sich an die deutsche Robinson-Liste zu wenden, wenn man keine derartigen Mails mehr erhalten möchte. Die Robinson-Liste ist ein Verzeichnis, dass die Adressen all derjenigen sammelt, die keine Spam-Mails mehr bekommen möchten. Die Daten werden an seriöse Werbetreibenden weitergeleitet und von diesen in der Regel auch beherzigt.

Zwar kann s die Robinson-Liste nach Angaben des Interessenverbands Deutsches Internet (I.D.I.) dadurch über 2000 Neu-Anmeldungen in einer einzigen Nacht verbuchen. Doch die Freude darüber ist getrübt. Denn erstens kümmert sich jemand, der Dialer per Spam verschickt, um die Robinson-Liste ungefähr so viel wie ein Drogen-Dealer um die Appelle der Heilsarmee. Zum erwecken die Spam-Mails den Anschein, dass die Robinson-Liste mit dem Versender unter einer Decke steckt.

Dadurch ist die Robinson-Liste einer I.D.I.-Meldung zufolge bereits auf den schwarzen Listen ähnlicher Organisationen wie spamcop.net gelandet. Die Robinson-Liste ist dadurch also selber einem Spam-Versender gleichgesetzt worden. Der I.D.I. betont, dass die Robinson-Liste " die Machenschaften solcher Spammer präventiv natürlich nicht verhindern kann".

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