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Dialog zwischen Mazedoniern und Albanern wird fortgesetzt

Der EU-Sondergesandte für Mazedonien, Francois Leotard, der den Friedensprozess in dem Balkanstaat voranbringen soll, hat sich am Dienstag positiv über ein Treffen mit Präsident Boris Trajkovski geäußert.

dpa SKOPJE. Die Unterredung, an der auch der US- Sondergesandte James Pardew teilnahm, sei "sehr fruchtbar" gewesen, erklärte der frühere französische Verteidigungsminister. Er und Pardew erwarteten, dass der politische Dialog zwischen den Führern der Mazedonier und Albaner in den nächsten Tagen fortgesetzt werde. Die EU und die USA hätten die selbe Position zur Lösung der andauernden Krise in dem kleinen Balkanland.

Die Gespräche fanden hinter verschlossenen Türen statt. Der mazedonische Ministerpräsident sowie die Führer der wichtigsten politischen Parteien waren am Dienstag nicht eingeladen. Am Vortag hatte sich Trajkovski nach längerer Pause erneut getrennt mit Vertretern aller parlamentarischen Parteien getroffen. Die Gespräche endeten vorerst ohne Ergebnis, hieß es inoffiziell. Regierungsquellen zufolge war geplant, einen gemeinsamen Vorschlag für einen internationalen Vermittler, den französischen Rechtsexperten Robert Badenter, auszuarbeiten.

Rebellen wollen Kampfzone ausdehnen

Badenter war in der vergangenen Woche in Skopje eingetroffen und hatte bereits Verfassungsänderungen vorgeschlagen, die der albanischen Minderheit mehr Rechte einräumen sollen. Vertreter der Albanerparteien verlangen für sich eine Eigenregierung auf breiterer Basis, dass Albanisch als Amtssprache anerkannt wird sowie mehr Einfluss auf die Besetzung führender Regierungsämter. Während der Gespräche auf verschiedenen Ebenen versuchen die albanischen UCK-Rebellen, ihre Kampfzone in dem Teil des Landes weiter auszudehnen, der von ihren Landsleuten dominiert wird.

Die Lage in den Kampfgebieten von Kumanovo und Tetovo war am Dienstag nach übereinstimmenden Berichten ruhig. In der Nacht hatten mazedonische Sicherheitskräfte mehrmals das Feuer eröffnet, nachdem sie "provoziert" worden seien. Wie die Tageszeitung "Dnevnik" in der Dienstag-Ausgabe unter Berufung auf Geheimdienstberichte meldete, sind die Rebellen in ein Gebiet eingerückt, über das die mazedonischen Sicherheitskräfte keine Kontrolle hätten. Es seien die Dörfer Radusa, Dvorce und Orasje und der nördliche Teil von Berg Zeden, alle nordwestlich von Skopje.

NATO-Generalsekretär George Robertson hatte am Montag in Salzburg deutlich gemacht, dass die NATO ihre Bedingungen für eine Hilfe in Mazedonien noch nicht erfüllt sieht. Erst nach einer politischen Vereinbarung der slawischen und albanischen Volksgruppe und nach einem dauerhaften Waffenstillstand könne das Bündnis die angekündigte Hilfe für die Entwaffnung der Rebellen bereitstellen.

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