Dicke Prämien senken Kiosk-Verkauf
Vorstoß gegen hohe Abo-Rabatte

Mit neuen Wettbewerbsregeln für Abonnements wollen die Zeitschriftenverlage auf einen juristischen Vorstoß von Lotto- und Toto-Annahmestellen gegen hohe Rabatte und Prämien reagieren.

HB/dpa HAMBURG. Künftig sollen die Verlage auch bei Sonderaktionen wie Probe-Abos höchstens 35 Prozent Rabatt auf den Normalpreis gewähren. Einen entsprechenden Entwurf will der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) noch im Juni beim Bundeskartellamt einreichen. Das sagte der für den Fachbereich Vertrieb zuständige VDZ-Referent Ludwig von Jagow am Donnerstag.

Er bestätigte einen Bericht des Branchendienstes "text intern", nach dem der Bundesverband der Lotto- und Totoverkaufsstellen e.V. die hohen Rabatte und Prämien einzelner Verlage beanstandet und diese zu entsprechenden Unterlassungserklärungen aufgefordert hatte. Der Verband argumentiert, dass hochwertige Abo-Prämien sowie Abo-Preise, die weit unter dem Einzelverkaufspreis der Titel liegen, automatisch zu Einbrüchen beim Verkauf am Kiosk führten. Dies wird jedoch nach Ansicht der Verlage durch die tatsächliche Geschäftsentwicklung nicht bestätigt. Für reguläre Abos hat das Kartellamt eine Obergrenze von 15 Prozent festgelegt, auf die sich der klagende Interessenverband derzeit beruft.

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