„Die Alm“ bei Pro Sieben
Totgesagte leben länger

Die Realityshow ist tot, hieß es bereits nach dem Hype von Big Brother. Doch der Münchner Spielfilmkanal Pro Sieben führt gerade mit den Selbstversorger-Erlebnissen von Pseudo-Promis unter dem Titel "Die Alm" vor, wie erfolgreich dieses Genre noch ist.

Die Quoten sprechen Bände: In der für die Reklamebranche wichtigsten Zielgruppe 14 bis 49 Jahre holt die "Alm" stolze 18 Prozent. Mit den täglich 2,8 Millionen Zuschauern kann der Sender von Haim Saban prima leben. "Für den Quotenerfolg ist das ein preiswertes Format", freut sich Unterhaltungschef Jobst Bendhus.

Erfolgserlebnisse kann Pro Sieben gut gebrauchen. Letztes Jahr schmolzen die Netto-Werbeerlöse des Dukatenesels der Sendergruppe um knapp elf Prozent auf 700 Mill. Euro zusammen. Das soll 2004 auch Dank neuer Reality-TV-Serien deutlich bessern. Im Herbst schickt Pro Sieben sogar Altmeister John de Mol erstmals vor die Kamera. Die Unterhaltungsikone präsentiert Traumjobsuche "Hire to Fire", die dem Sender aus der Werbekrise helfen soll. Denn Pro Sieben ist überzeugt: Reality-TV ist lebendiger denn je.

Hans-Peter Siebenhaar ist Handelsblatt-Korrespondent in Wien und ist Autor der Kolumne „Medienkommissar“.
Hans-Peter Siebenhaar
Handelsblatt / Korrespondent für Österreich und Südosteuropa
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