Die amerikanischen Aktienmärkte bleiben heute feiertagsbedingt geschlossen
Dax bei geringen Umsätzen freundlich

Die deutschen Aktienwerte haben zum Wochenauftakt bei geringen Umsätzen freundlich tendiert.

Reuters FRANKFURT. Der Dax gewann am Montag bis zum Nachmittag 0,43 % auf 6 467,04 Zähler. Der Markt erhalte seinen Auftrieb hauptsächlich von den Kursgewinnen der Deutschen Telekom, sagten Händler. Stark gefragt waren außerdem Thyssen-Krupp. Unter Druck standen dagegen die Technologiewerte, die nach Aussagen von Börsianern unter den schlechten Vorgaben der US-Technologiebörse Nasdaq vom vergangenen Freitag litten. Gleiches gelte für die Wachstumstitel des Neuen Marktes. Am Montag blieben die amerikanischen Aktienmärkte feiertagsbedingt geschlossen.

"Die Marktteilnehmer sitzen herum und drehen Däumchen", beschrieb ein Händler die Situation. Die meisten Investoren hielten sich stark zurück, um die Rückkehr der amerikanischen Anleger am Dienstag abzuwarten.

Da es keine frischen Impulse von der Wall Street gebe, würden die Technologiewerte immer noch von den Verlusten des Nasdaq-Index vom vergangenen Freitag belastet, sagten Marktteilnehmer. Nach herabgesetzten Gewinnprognosen verschiedener US-High-Tech-Unternehmen hatte das Barometer der US-Technologiebörse fünf Prozent seines Wertes eingebüßt.

Die Spannungen im Nahen Osten wirkten sich nach übereinstimmender Einschätzung mehrerer Broker nicht auf die Kurse aus. Am Freitag hatten amerikanische und britische Kampfflugzeuge Ziele in der Nähe der irakischen Hauptstadt Bagdad bombardiert. Die Meldung habe lediglich am Freitagabend für eine leichte Eintrübung der Stimmung gesorgt, ergänzte ein Händler. Ebenfalls ohne Auswirkungen seien die am Wochenende nach unten revidierten Wachstumsprognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) für die Welt- und US-Wirtschaft geblieben.

Die T-Aktie legte gegen den europäischen Branchentrend 2,23 % auf 27,09 Euro zu. Händler begründeten die Erholung mit einer Gegenreaktion auf die jüngsten Verluste. In der vergangenen Woche war das Papier um über 17 % abgerutscht. Seit Mitte Januar büßte die Aktie sogar knapp ein Drittel ihres Wertes ein. Außerdem werde eine Zeitungsmeldung, wonach die Telekom Beteiligungen und Immobilien verkaufen will, um ihre Schulden zu reduzieren, positiv aufgenommen.

Größter Gewinner waren unterdessen Thyssen-Krupp , die nach Aussagen von Händler von der geplanten Fusion mehrerer europäischer Stahlkonzerne profitierten. Die Aktie verteuerte sich um 3,72 % auf 20,65 Euro. Außerdem wird einem Zeitungsbericht zufolge die Vergabe eines Auftrages zum Bau einer Transrapidstrecke in den Niederlanden erwartet.

Zu den Gewinnern gehörten ebenfalls die Aktien der Chemiekonzerne BASF , Degussa-Hüls und Bayer , die sich um durchschnittlich zwei Prozent verteuerten. Marktteilnehmer führten die Aufwärtsbewegung auf die Kursverluste bei den Technologieunternehmen zurück. "Anleger retten sich wieder in die defensiven Titel", hieß es.

Die Verliererliste wurde von Technologiewerten dominiert. Infineon gaben 2,34 % auf 40,13 Euro ab, Epcos verbilligten sich um 2,88 % auf 77,45 Euro, und Siemens notierten mit einem Abschlag von 1,96 % bei 139,81 Euro. Unter Druck standen außerdem Metro , die nach einer Herabstufung 2,24 % auf 53,76 Euro verloren.

Am Neuen Markt verlor der alle Werte umfassende Nemax-All-Share-Index um 1,91 % auf 2 342,20 Zähler, während der Blue-Chip-Index Nemax 50 um 2,22 % auf 2 248,69 Punkte nachgab. Der Nebenwerte-Index MDax tendierte unterdessen ebenfalls leichter und büßte 0,99 % auf 4 785,55 Punkte ein.



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