Die Augenzeugen stehen unter Schock
"Es war wie im Krieg"

Der Schock über die Terroranschläge sitzt tief. Menschen, die sich zum Zeitpunkt des Anschlags in der Nähe des World Trade Centers befanden, berichten von ihren schrecklichen Eindrücken.

dpa NEW YORK. "Ich habe dieses Flugzeug über die Bucht kommen sehen. Ich habe gedacht, Mann, das ist vielleicht tief, was ist da denn los. Und dieses Flugzeug kam genau auf mich zu, genau in Richtung meines Fensters, dann legte es sich nach links, und ich konnte die Nummern an der Seite lesen. United Airlines. Es war ein großes, großes, Flugzeug. Direkt vor mit dreht es nach rechts und kracht in den zweiten Turm des World Trade Centre. Ein Kollege war bei mir. Wir haben uns nur angeschaut und gesagt: 'Lass uns abhauen'."
Ken Farrow, (Finanzexperte)

"Als ich hinsah, sind tatsächlich Leute aus dem Turm gesprungen, etwa vom 70. oder 80. Stockwerk. Ich sah, wie zwei Leute auf die Straße fielen.(...) Ich sah nicht, wie das Flugzeug sich in den Turm bohrte. Aber ich habe gesehen, wie es auf der anderen Seite wieder herauskam. Es war wie im Krieg. Die Menschen schauten nur hin und wussten nicht, was sie tun sollten. (...) Es war unglaublich, überall Staub, verbrannte Papiere, Kleidungsstücke, überall auf der Straße. Es war irgendwie surreal. Da herumzulaufen. Alles war sehr schmutzig und staubig. Eine Frau hob auf der Straße Papierfetzen auf, und eines der Papiere war tatsächlich aus meinem Büro."
Peter Black (Architekt, dessen Büro im WTC war)

"Als man ins Foyer (des World Trade Center) kam, konnte man draußen die Trümmer auf die Erde fallen sehen. Tausende Menschen strömten auf die Straßen, aber keiner wusste, was passiert war. Jemand sagte, es sei eine Rakete gewesen, ein anderer, ein Hubschrauber sei in den Turm gestürzt. Wie alle anderen hab ich nach oben geschaut, zu dem Loch und dem Feuer im ersten Turm. Ich war vielleicht 250 Meter vom WTC entfernt, als ich das zweite Flugzeug sah, vielleicht 150 Meter über mir. Ich hab nicht hingeschaut. Ich bin nur gerannt, hinter ein Gebäude, weil die Trümmer mich leicht hätten treffen können."
Rory Robertson (Banker, der sich zum Zeitpunkt des Anschlags im Eingangsbereich des WTC aufhielt)

"Ich saß gerade am Computer, als ich mich umdrehte und sah, wie das erste Flugzeug in die linke Seite des Turms einschlägt. Das war für uns alle ein Schock, weil bis vor vier Jahren das (australische) Konsulat vorübergehend im World Trade Center untergebracht war. Wir haben uns gegenseitig getröstet, als wir dann das zweite Flugzeug in den Turm am East River einschlagen und explodieren sahen. Aber dieser Schock und der Schmerz war nichts gegen unsere Gefühle, als eine Stunde später erst der eine Turm explodierte und wie ein Kartenhaus zusammenstürzte und dann der zweite Turm auseinander fiel."
Geoff Gray (australischer Handelskommissar in New York)

"Was ich gesehen habe, war wie in diesem Film 'Independence Day', mit all den rennenden Menschen. Diese Szenen aus 'Independence Day' sind mir nur so durch den Kopf geschossen."
David Richards (Journalist)

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