Die Bahn will am Donnerstag ein Angebot vorlegen: Berlin im Fokus der Bahnstreiks am Donnerstag

Die Bahn will am Donnerstag ein Angebot vorlegen
Berlin im Fokus der Bahnstreiks am Donnerstag

Die Hauptstadt wird danach zum einen vom bundesweiten Ausstand der Lokführergewerkschaft (GDL) getroffen und zum anderen auch von den regionalen Warnstreiks der Bahngewerkschaften Transnet und GDBA, hieß es am Mittwoch in den Kreisen. Die S-Bahn werde allerdings nicht bestreikt.

Reuters BERLIN. Am Donnerstag soll in der Hauptstadt die dritte Verhandlungsrunde zwischen den Tarifparteien stattfinden. Die GDL hat bundesweite Warnstreiks zwischen 06.00 und 06.45 Uhr angekündigt, die vor allem den Berufsverkehr lahm legen sollen. In dieser Zeit soll kein Zug der Bahn AG fahren. Die Verspätungen würden sich bis weit in den Vormittag hinziehen. Betroffen sein werde damit auch der Fernverkehr sowie der Güterverkehr, sagte ein GDL-Sprecher. Am Mittwoch behinderten die Streiks den Verkehr vor allem in Hamburg und Hannover.

Transnet und GDBA haben ihre Streiks bislang jeweils auf bestimmte Region beschränkt. Am Donnerstag soll dies nun Berlin sein. Damit soll die Forderung nach 5 Prozent mehr Lohn und die Angleichung der Ost-Gehälter an das Westniveau bekräftigt werden. Die GDL ist mit den anderen Gewerkschaften zerstritten und fordert 3 Prozent mehr Lohn und Verbesserungen bei den Arbeitszeiten. Die GDL vertritt nach eigenen Angaben rund 15 000 Lokführer. Die Bahn AG will am Donnerstag erstmals ein konkretes Angebot vorlegen. Bahnchef Hartmut Mehdorn bezeichnete die Streiks als unverhältnismäßig und überzogen. Der Tarifstreit werde in einer frühen Phase auf dem Rücken der Kunden ausgetragen.

Die am Samstag begonnenen Warnstreiks von Transnet und GDBA, die rund 160 000 Bahner vertreten, wurden am Mittwoch in Hamburg und Hannover fortgesetzt. In Hamburg hätten etwa 15 IC-Züge das Betriebswerk Langenfelde nicht verlassen können, sagte ein Sprecher der Bahn-Gewerkschaft Transnet. Dadurch seien unter anderem Verbindungen von Hamburg nach Berlin und nach Köln gestört. Keine Einschränkungen habe es im Verkehr der Hochgeschwindigkeitszüge ICE gegeben. In Hannover seien die Einschränkungen im Bahn-Verkehr indes nur sehr gering, da sich der Protest hier auf Mitarbeiter der Reisezentren und Aufsichtskräfte konzentriert habe. In Hamburg beteiligten sich den Transnet-Angaben zufolge etwa 500 Mitarbeiter an dem Ausstand, in Hannover 70.

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