Die bisherige Entwicklung
Anthrax-Bedrohung in den USA

Nach einer Reihe von Fällen sind jetzt auch Milzbrand-Sporen in der Poststelle des Weißen Hauses entdeckt worden, die allerdings außerhalb der Regierungszentrale liegt. Seit Bekanntwerden des ersten Milzbrandfalles vor knapp drei Wochen sind annähernd 50 Menschen in drei US-Staaten mit dem Erreger in Berührung gekommen.

dpa HAMBURG. Drei von ihnen starben an der gefährlichsten Form Lungenmilzbrand. Sechs Personen infizierten sich mit Hautmilzbrand. Über den Absender der mit Milzbrandsporen verseuchten Briefe herrscht Unklarheit.

Die Infektionsfälle im einzelnen:

05. Oktober: Der drei Tage zuvor ins Krankenhaus gebrachte Fotograf Robert Stevens (63) aus Boca Raton/Florida stirbt an Lungenmilzbrand - das erste Milzbrand-Opfer in den USA seit 25 Jahren.

07. Oktober: Anthrax-Sporen werden an Stevens Arbeitsplatz in einem Verlagshaus in Boca Raton gefunden.

12. Oktober: Eine Milzbranderkrankung der Haut wird bei der Assistentin des NBC-Moderators Tom Brokaw in New York festgestellt.

15. Oktober: Ein Milzbrandbrief, aufgegeben in Trenton/New Jersey, trifft im Büro des Senators Tom Daschle in Washington ein. Der Sohn (7 Monate) einer ABC-Angestellten in New York erkrankt an Hautmilzbrand. Ein Verlagsangestellter in Boca Raton erkrankt an Lungenmilzbrand.

17. Oktober: US-Abgeordnetenhaus wird wegen Milzbrandgefahr geschlossen.

18. Oktober: Bei einer Assistentin des CBS-Moderators Dan Rather in New York wird Hautmilzbrand diagnostiziert, ebenso bei einem Postmitarbeiter in Trenton/New Jersey.

19. Oktober: Bei einem Mitarbeiter der "New York Post" und einem zweiten Postmitarbeiter in Trenton wird Hautmilzbrand festgestellt.

21. Oktober: Ein Mitarbeiter des Postverteilungszentrums in Washington erkrankt an Lungenmilzbrand.

22. Oktober: Der Tod zweier gestorbener Postangestellter in Washington gibt zunächst Rätsel auf. Bei einem weiteren Postmitarbeiter in Washington wird Lungenmilzbrand festgestellt.

23. Oktober: In der Poststelle des Weißen Hauses tauchen Milzbrandsporen auf. Der Verdacht auf Lungenmilzbrand bestätigt sich bei den zuvor gestorbenen Postmitarbeitern. Lungenmilzbrandverdacht bei einer Postangestellten in New Jersey.

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