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Die Bluttat von Erfurt ist beispiellos

Die entsetzliche Bluttat an der Erfurter Schule ist in Deutschland bislang beispiellos. In jüngerer Zeit erregten besonders Zwischenfälle in den USA, bei denen Kinder oder Jugendliche zur Waffe griffen, die Menschen.

dpa HAMBURG. Bei zwei folgenschweren und schon mehrere Jahrzehnte zurückliegenden Fällen in bundesdeutschen Schulen waren erwachsene Männer die Täter. Nachfolgend die Dokumentation einiger Fälle:

8. Juni 2001: Bei einem Amoklauf in einer Grundschule in der japanischen Stadt Ikeda ersticht ein vermutlich psychisch kranker Mann 8 Kinder. 13 weitere Schüler und 2 Lehrer werden verletzt. Der mit einem Küchenmesser bewaffnete 37-Jährige wird schließlich von 2 Lehrern überwältigt.

20. April 1999: Zwei mit Gewehren und Sprengstoff bewaffnete Jugendliche stürmen in die Columbine High School in Littleton im US- Bundesstaat Colorado und töten 12 Schüler und 1 Lehrer. Anschließend erschießen sich die 17 und 18 Jahre alten Täter selbst.

24. März 1998: In der Stadt Jonesboro im US-Bundesstaat Arkansas locken 2 Jungen im Alter von 11 und 13 Jahren mit einem falschen Feueralarm die Schüler aus der Westside Middle School und eröffnen dann das Feuer aus einem Gebüsch: 4 Mädchen und 1 Lehrerin sterben. Der 13-Jährige war von seiner Freundin verlassen worden.

30. März 1997: Ein Mann (42), der die Entführung und Vergewaltigung seiner Tochter rächen will, beschießt in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa zwei Schulhöfe. 4 Kinder und 2 Lehrer kommen ums Leben. Der Todesschütze wird hingerichtet.

13. März 1996: Beim schlimmsten Massaker der jüngeren britischen Kriminalgeschichte sterben in der Turnhalle der Grundschule von Dunblane in Schottland 11 Mädchen, 5 Jungen und 1 Lehrerin. Der Pistolenschütze, ein entlassener Jugendbetreuer, richtet sich selbst.

3. Juni 1983: Auf einem Schulhof im hessischen Eppstein- Vockenhausen werden 3 Kinder im Alter von 11 und 12 Jahren, 1 Lehrer und 1 Verkehrspolizist von einem 34-Jährigen erschossen. Danach begeht der Mann Selbstmord.

11. Juni 1964: Ein Invalide stürmt mit einem Flammenwerfer bewaffnet die Volksschule in Volkhoven bei Köln. 8 Kinder erleiden tödliche Brandverletzungen. Bevor der Amokläufer Gift nimmt, ersticht er 2 Lehrerinnen.

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