Die Börsenkolumne aus New York
Die Cisco-Freude ist vorbei

Die Freude über die unerwartet guten Quartalszahlen von Cisco Systems scheint an der Wall Street recht schnell wieder zu verfliegen. Der weltgrößte Netzwerk-Ausrüster profitierte nicht etwa von anziehender Nachfrage, sondern lediglich von expandierenden Margen. - Eine Kolumne von Markus Koch.

wsc NEW YORK. Das Management mahnte sogar, dass es keine Zeichen einer Erholung der Kapitalinvestitionen abzeichne. Die dunklen Wolken über den Hightechs scheinen sich folglich noch nicht zu lichten. Vor allem bei den Telekom-Werten geht es zur Wochenmitte abwärts. Gewinnmitnahmen ziehen wiederum die Aktien von Philip Morris und General Motors in den Verlustbereich.

Investoren scheinen sich nach den kräftigen Kursgewinnen des Vortages wieder ans sichere Ufer zu flüchten. Nach zahlreichen enttäuschenden Konjunkturdaten, will man die Einzelhandelsdaten für den Juli abwarten. Lehman Brothers geht davon aus, dass der an diesem Donnerstag gemeldete Indikator enttäuschen könnte. Zum Wochenausklang wird wiederum die Produktivität für das zweite Quartal gemeldet. Nach den stark abflauenden BIP Zahlen, ist man sich unter den Analysten einig, dass auch dieser Indikator nicht so robust ausfallen sollte wie bisher vermutet.

Unabhängig von all den Wirtschaftsdaten spricht einiges jedoch für eine baldige Fortsetzung der Erholung am Aktienmarkt. US Börsenbriefe sind so negativ eingestellt wie schon seit September vergangenen Jahres nicht mehr. Während 39,8 % der Börsenbriefe bullish sind, rechnen 35,5 % mit einer weiterhin schwachen Entwicklung des Aktienmarktes. Ein überhöhtes Maß an Pessimismus ist oftmals ein Contra-Indikator für bessere Zeiten. Gleichzeitig ist die Anzahl der Insiderverkäufe im vergangenen Monat auf den niedrigsten Stand zurückgefallen seit 1987.

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