Die Bundeswehr in den Hochwasser-Gebieten
19 000 Soldaten helfen bei Flut-Katastrophe

Die Bundeswehr setzt im Kampf gegen das Elbe-Hochwasser derzeit rund 19 000 Soldaten ein und hat damit den Einsatz gegen das Oder-Hochwasser von 1997 bereits in den Schatten gestellt.

Reuters BERLIN. Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) sagte am Montag in Berlin, bei Bedarf werde die Bundeswehr noch weitere Soldaten zur Verfügung stellen. Beim Oder-Hochwasser 1997 hatten die Bundeswehr zeitweise bis zu 15 000 Mann gestellt. Struck bekräftigte, dass die Bundeswehr den betroffenen öffentlichen Stellen und privaten Opfern den Einsatz nicht in Rechnung stelle und auch für Aufräumarbeiten zur Verfügung stehe. Dabei gehe es um die ersten großen Aufgaben wie die Beseitigung von Schlamm, nicht um Aufträge, die dann private Bau- oder Gartenfirmen übernehmen könnten.

Struck will Kosten des Einsatzes vorerst nicht beziffern

Struck wollte die Kosten des Einsatzes nicht beziffern und sich auch bei der Finanzierung nicht festlegen. "Ich mache mir überhaupt keine Gedanken, wo das Geld herkommt", sagte er. "Wir werden eine Lösung finden." Er habe eine Kostenaufstellung in Auftrag gegeben, werde aber erst nach Ende des Einsatzes eine Gesamtbilanz vorlegen. Es würden keine anstehenden Beschaffungsvorhaben im Rüstungsbereich verdrängt, sagte er.

Der Hochwasser-Einsatz sei innerhalb der finanziellen und personellen Möglichkeiten der Bundeswehr zu bewältigen. Zugleich bekräftigte Struck, dass ein weiterer Auslandseinsatz diese Grenzen sprengen würde. Derzeit sind rund 10 000 deutsche Soldaten im Ausland eingesetzt. Nach Angaben Strucks können im Ausland stationierte Soldaten notfalls kurzfristig nach Hause zurückkehren, wenn ihre Familien vom Hochwasser betroffen sind.

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