Die Dauer des Importverbots ließ das Agrarministerium offen.
Japan verbietet Tiermehl-Import aus der EU

Japan hat am Mittwoch die Einfuhr von Tiermehl-Futter aus der Europäischen Union (EU) verboten, wie die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf Regierungskreise meldete. Damit solle die Gefahr der Einschleppung der Rinderseuche BSE ausgeschlossen werden.

Reuters TOKIO. Die Dauer des Importverbots ließ das Agrarministerium offen. Gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium werde es in nächster Zukunft über Einschränkungen des Rindfleischimports aus der EU beraten, hieß es weiter. Zudem sollen Experten Vorschläge unterbreiten, wie ein Ausbruch der Seuche in Japan verhindert werden kann.

Mit dem Importverbot für Tiermehl reagiert Japan auf einen Beschluss der EU, ab 1. Januar 2001 für mindestens sechs Monate Tiermehl als Viehfutter zu verbieten. In Japan wurden bislang keine BSE-Fälle registriert. Die auch als Rinderwahnsinn bezeichnete Erkrankung trat zuerst in Großbritannien auf. 1996 verbot Japan die Einfuhr von britischem Rindfleisch, nachdem eine Übertragung der Krankheit auf den Menschen nicht mehr ausgeschlossen worden war. Damals empfahl das Agrarministerium in Tokio den Rinderzüchtern auch schon, auf Tiermehl als Futter zu verzichten.

Im vergangenen Jahr importierte Japan 130 000 Tonnen Rindfleisch und Tiermehl für Futterzwecke vor allem aus Neuseeland, Argentinien und Australien.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%