Die deutsche Gruppe B
Polen mit schlechter Ausgangslage

Nur mit geringen Chancen auf den Viertelfinaleinzug geht das polnische Team von Trainer Leo Beenhakker ins letzte Spiel gegen Kroatien. Während der DFB-Elf gegen Österreich ein Unentschieden genügt, muss die Mannschaft Polens hoch gewinnen - und auf einen Ausrutscher der Deutschen hoffen.

Viertelfinale oder Abschied, K.o.-Runde oder Kündigung: Für Polens Nationaltrainer Leo Beenhakker ist die entscheidende EM-Vorrundenpartie gegen Kroatien ein Schicksalsspiel. In den polnischen Medien wird bereits über einen möglichen Nachfolger für den Niederländer spekuliert, und Beenhakker selbst stellte seine Zukunft bei der "Kadra" vor der heutigen Begegnung (20.45 Uhr/live bei Einsfestival) öffentlich in Frage.

"Ich liebe meinen Job. Aber wenn die Verbandsverantwortlichen der Meinung sind, Janusz Wojcik sei die bessere Wahl, dann muss ich das so hinnehmen", sagte er der Tageszeitung Polska The Times. Wojcik gewann 1992 mit Polen Olympia-Silber und gilt als heißester Kandidat für die Beenhakker-Nachfolge.

Verbandspräsident Michal Listkiewicz bemühte sich jedoch, die Wogen zu glätten. "Es besteht kein Zweifel daran, dass Beenhakker bis Oktober 2009 unser Coach bleibt. Und ich hoffe, dass sich sein Vertrag dann automatisch verlängert, weil wir die WM 2010 erreicht haben", sagte er. Ob diese Jobgarantie den aufgebrachten Beenhakker beschwichtigen kann, wird bezweifelt.

Zu groß ist die Verärgerung des 65-Jährigen über die Reaktionen der polnischen Medien auf das bisherige Abschneiden bei der ersten EM-Teilnahme und das schlechte Klima in Mannschaft und Verband. "Ich brauche Leute, die optimistisch sind und nach Lösungen suchen. Wenn man immer nur darüber spricht, was alles schlecht und falsch läuft, kommt man nie weiter", sagte Beenhakker.

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