Die Deutschen sind Weltmeister beim Brotverzehr
Immer weniger kleine Bäckereien

Der Trend zur Konzentration in der deutschen Backbranche hält an. Europäischer Marktführer ist der Kamps-Konzern.

dpa MÜNCHEN. Kleine und eigenständige Bäckereien haben angesichts der Konzentrationswelle in der Branche in Deutschland einen immer schwereren Stand. In den vergangenen zehn Jahren seien jährlich 500 bis 800 Betriebe vom Markt verschwunden, teilten die Veranstalter der internationalen Messe iba 2000 (29. September bis 5. Oktober) am Dienstag in München mit. Die Nachfrage sei nach wie vor groß: Mit mehr als 80 Kilogramm im Jahr seien die Deutschen weiterhin Weltmeister beim Brotverzehr.

Derzeit gebe es hier zu Lande noch 20 000 handwerkliche Bäckereibetriebe mit gut 50 000 Verkaufsstellen, berichteten Branchenvertreter. Die Fusionswelle habe viele Bäckereien überrascht. Inzwischen gebe es in Europa bereits zehn Bäckerei-Ketten mit jeweils mehr als 400 Millionen DM Umsatz. Europäischer Branchenführer ist der Kamps-Konzern, der in diesem Jahr mit einem Umsatz von vier Milliarden DM rechnet.

Um im Wettbewerb bestehen zu können, müssten die kleineren Betriebe verstärkt auf technologische Innovationen und neue Produkte setzen, sagte der Präsident des Deutschen Bäckerhandwerks, Hans Bolten. Das Bäckerhandwerk setzt in Deutschland nach Angaben der Messe München jährlich etwa 26,5 Milliarden DM um. Ein Drittel der Betriebe habe im vergangenen Jahr Gewinneinbußen hinnehmen müssen.

Dies habe zuletzt auch die Investitionsbereitschaft gedämpft. Die Industrie hoffe jedoch auf einen Schub durch die iba, die nur alle drei Jahre stattfindet. In diesem Jahr steht auf der Messe insbesondere die zunehmende Vernetzung der Geräte und Maschinen im Mittelpunkt. Als Ziel gilt für die Backbetriebe eine komplette Produktsteuerung.

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