Die Entscheidung über eine Aussetzung des Verfahrens steht noch aus
Befangenheitsanträge gegen Flow-Tex-Richter abgelehnt

Im FlowTex-Prozess hat das Mannheimer Landgericht am Donnerstag die Befangenheitsanträge der Verteidigung gegen die Richter abgewiesen. Die Anträge seien unbegründet, erklärte die Kammer zur Begründung.

dpa-afx MANNHEIM. Zuvor hatten die beiden Staatsanwälte den zweiten Teil des 36-seitigen Anklagesatzes verlesen. Eine Entscheidung über die beantragte Aussetzung des Verfahrens steht noch aus.

Die Anwälte des Hauptangeklagten Manfred Schmider hatten zum Prozessbeginn am Dienstag die Kammer, deren Vorsitzenden Richter und den psychologischen Gutachter wegen Befangenheit abgelehnt. Sie warfen der Kammer "elementare Verstöße" gegen die Grundrechte Schmiders vor. Außerdem forderten sie den Abbruch und die Neu- Terminierung des Mammutprozesses. Auch einen Richter, der über die bereits vorliegenden Befangenheitsanträge entscheiden sollte, lehnten die Anwälte ab.

In dem Prozess müssen sich Schmider und sein Ex-Kompagnon Klaus Kleiser sowie der ehemalige FlowTex-Finanzchef Karl Schmitz und die Managerin Angelika Neumann verantworten. Sie sollen durch Scheingeschäfte mit 3 200 nicht bestehenden Bohrsystemen einen Schaden von mehr als vier Mrd. DM (2,05 Mrd. Euro) angerichtet haben. Zudem wollten sie angeblich mit einer faulen Anleihe eine halbe Milliarde DM ergaunern. Nach Angaben einer Gerichtssprecherin könnte die Höchststrafe in diesem Verfahren bis zu 15 Jahre betragen.

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