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Die erlösende Nachricht: "Mutti, hier ist Kati"

Die erlösende Nachricht kam am frühen Morgen. Katrin Jelinek rief aus Pakistan am Donnerstag bei ihrer Mutter in Gifhorn an. «Mutti, krieg' jetzt keinen Schreck, hier ist Kati.» Überglücklich habe die 29 Jahre alte "Shelter Now"-Mitarbeiterin der 63-Jährigen ihre Freilassung in Afghanistan geschildert. "Wir sind erleichtert ohne Ende", sagte Bruder Jörg (35). Nach dem Anruf ihrer Tochter tanzte die Mutter vor Freude durch die Wohnung.

dpa BRAUNSCHWEIG. "Wir haben schon viele Glückwünsche von Freunden erhalten, die mit uns gehofft und gebetet haben. Aber die lange Anspannung schwindet doch nicht so schnell", schildert Jörg Jelinek seine Gefühle. Nun bereitet sich die Familie auf das Wiedersehen vor. Die freigelassenen Deutschen werden voraussichtlich in einigen Tagen in ihre Heimat zurückkehren. Mutter Hannelore freut sich darauf, ihre Tochter spätestens Weihnachten wieder in die Arme schließen zu können.

Zusammen mit dem "Shelter Now"-Teamchef für Afghanistan, Georg Taubmann (45) aus Bayern, Margrit Stebner (43) aus Braunschweig und Silke Dürrkopf (36) aus Hildesheim sowie vier anderen ausländischen Helfern war Katrin Jelinek aus Hannover rund 15 Wochen in Kabul inhaftiert gewesen. Die Taliban hatten den Mitarbeitern vorgeworfen, christliche Missionierung betrieben zu haben.

Auch den Mitarbeitern am Sitz der deutschen Abteilung von "Shelter Now" in Braunschweig fiel ein Stein vom Herzen. "In der Nacht hat mich unser Vorsitzender Udo Stolte angerufen und mir von der Freilassung berichtet», erzählt der 2. Vorsitzende Joachim Jäger. An Schlaf war nicht mehr zu denken. Verwandte und Freunde mussten informiert werden. "Bislang hatte ich noch nicht einmal Zeit, die Sektkorken knallen zu lassen, aber das wird nachgeholt."

Auch tagsüber standen die Telefone in den engen Büros von "Shelter Now Germany" kaum still. Per Fax kamen immer wieder Glückwünsche. Bei aller Erleichterung über das Ende der Haft denkt Jäger schon wieder an die Fortsetzung der Arbeit in Afghanistan. Die vom Krieg betroffenen Menschen sollten bald wieder in ihre Heimat zurückkehren können. "Es ist wichtig, dass die Flüchtlinge ihre Städte und Dörfer wieder aufbauen können. Dabei werden wir ihnen helfen."

Weitere Informationen im Internet: http://www.shelter-germany.de

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