Die Erstnotiz am Neuen Markt ist für den 25. September vorgesehen.
Winter verkauft Sicherheit für Kreditkarten

vwd OLCHING. Für den Börsenkandidaten Winter AG, Olching, ist die IT-Security eines von zwei Standbeinen, auf das sich das Unternehmen spezialisiert hat. Durch die Public-Key-Infrastructur (PKI), eine durch ein Sicherheitsverfahren verschlüsselte Informationsvermittlung, soll der Geschäftspartner identifiziert werden. Die Technik dafür liefert Winter, und zwar von der Entwicklung bis zur Betreuung. Dabei sieht der Vorstandssprecher Gerhard Osterrieder für das Internet-B2B-Geschäft "immense Umsatzzuwächse".



Das 1924 gegründete Unternehmen ist Hersteller von Chips und Microprozessoren für Kredit-, Mobilfunk- und Identifizierungskarten. Darüber hinaus ist Winter nach den Wortern Oberrieders eines von fünf Unternehmen in Deutschland, das die Sicherheitszertifizierung von Kartenorganisationen wie Visa und Europay sowie die Zulassung des Zentralen Kreditausschusses besitzt. Dies sei das zweite Standbein der Winter AG.



Der Umsatz der 306 Mitarbeiter zählenden AG lag 1999 nach eigenen Angaben bei 42,6 Mill. Euro. Für 2000 wird mit einem Umsatz von 52,3 Mill. Euro gerechnet. 23 bis 25 % davon würden durch Exporte erzielt. Bereits 2001 soll die Exportrate bei 30 % liegen, sagt Oberrieder. Besonders in Osteuropa aber auch in den USA und Südamerika sehe er weitere Exportchancen. Bis zum Jahr 2003 will das Unternehmen einen Umsatz von elf Mill. Euro erzielen. Das EBIT betrug 1999 2,5 Mill. Euro, für 2000 seien 3,4 Mill. Euro geplant für 2003 12,2 Mill. Euro.



Die Erstnotiz am Neuen Markt ist für den 25. September vorgesehen. An der US-Börse solle vorerst nicht gehandelt werden. Gezeichnet werden können die Aktien vom 19. bis 21. September. Selling Agent ist die Stadtsparkasse München. Die Bookbuilding-Spanne werde vorausichtlich 11 bis 14 Euro betragen, sagt Oberrieder. Beim Börsengang werden maximal 2,45 Mill. Aktien angeboten, davon stammen 2,0 Mill. Aktien aus einer Kapitalerhöhung und 250 000 Aktien aus dem Bestand der Altaktionäre. Der Greenshoe betrage 200 000 Aktien. Der Free Float (nach Greenshoe) soll bei 38,4 % liegen.



Die Altaktionäre haben sich zu einer Lock-up-Frist von 18 Monaten verpflichtet. Konsortialbanken sind die GZ-Bank, die WGZ-Bank und das Virtuelle Emissionshaus. Durch den Börsengang will das Unternehmen Neuzukäufe im In- und Ausland finanzieren sowie die Vertriebsstätten und die Softwareentwicklung im UMTS-Bereich ausbauen.

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