Die Euro-Splitter vom 10. Juni
13.500 Euro für Finalkarten

Für die schwedischen Fans wird in Wien vor dem ersten Spiel extra eine "Happy Hour" mit reduzierten Bierpreisen eingeführt. Keine Geldsorgen hat offenbar der Fan, der bei Ebay vier Finalkarten ersteigert hat. Die Euro-Splitter vom 10. Juni.

Billiger: Passend zum erwarteten Ansturm tausender trinkfester Schweden haben die Organisatoren der Fanzone in Salzburg den Bierpreis gesenkt. Am Dienstag vor dem schwedischen Spiel gegen Griechenland in der Mozartstadt wurde erstmals eine Happy Hour von 14.00 bis 18.00 Uhr ausgerufen, in der ein halber Liter Bier nur noch 3,50 statt zuvor 4,20 Euro kostet. Die Aktion soll in den nächsten Tagen noch wiederholt werden.

Frauenpower: An den ersten Tagen der EM waren laut einer Studie 45 Prozent der Besucher in der Salzburger Fanzone Frauen. Damit wurden die Erwartungen der Organisatoren um rund 20 Prozentpunkte übertroffen. Besonders die Schweden hatten viele weibliche Fans mitgebracht.

Ausgebucht: Das Fanlager im Salzburger Congress Zentrum war am Dienstag erstmals ausgebucht. Alle 600 Feldbetten waren belegt, die Gastgeber hatten aufgrund des großen Ansturms schwedischer Fans - insgesamt 350 - das Kontingent extra noch einmal um 120 Betten aufgestockt. Die Nacht kostet 34 Euro, ohne Frühstück. Für die Morgentoilette stehen sieben Duschkabinen bereit. Für die gesamte EM-Zeit liegen Anmeldungen aus 28 Ländern vor. Die weiteste Anreise hatte eine Gruppe griechisch-stämmiger Fans aus Melbourne.

Undicht: Einen unplanmäßigen Einsatz hatten 30 Dachdecker in Innsbruck. Sie mussten das Dach des Stadions Tivoli NEU abdichten. Tiroler Vögel hatten nämlich Dichtungsfugen angepickt, so dass die Überdachung undicht geworden war. In Innsbruck stand am Dienstagabend in der Partie Spanien gegen Russland das erste von drei Spielen auf dem Programm.

Extremsport: Unabhängig von den Leistungen ihrer Nationalmannschaft scheinen die Österreicher nicht recht an die eigenen Fußball-Fertigkeiten zu glauben. Beim Fan-Torwandschießen im Zentrum der Gemeinde Seefeld warnt ein Hinweisschild die Anhänger eindringlich vor der "Extremsportart": "Teilnahme auf eigene Gefahr!"

Eurokuh: Ihren bislang ungewöhnlichsten EM-Einsatz hatte am Montag die Salzburger Berufsfeuerwehr bei der Rettung einer Kuh, der sie prompt auf den Namen "Eurokuh" verpassten. Die Schwarz-Bunte war aus einem privaten Zoo ausgebüchst und in den Almkanal gefallen. Nachdem zwei Polizisten das Tier nicht zurück ans Ufer ziehen konnten, griff die Feuerwehr ein. Mit Erfolg, schließlich hatten die Brandbekämpfer in solchen Einsätzen schon Erfahrung. Erst kürzlich hatten sie eine Kuh und ein Reh aus dem Kanal gerettet.

Comedy: Kult-Fußballreporter Herbert Zimmermann erlebt eine Renaissance im Internet. Komiker Andreas Obering, der Zimmermann für die Verfilmung des Wunders von Bern die Stimme lieh, kommentiert auf www.trafema.de das EM-Geschehen als "Herbert Zimmermann reloaded".

Auktion: Ein glühender Fußball-Fan hat auf Ebay vier EM-Endspielkarten für 13 500 Euro ersteigert. Zwei andere Endspiel-Tickets wechselten für 8 499 Euro den Besitzer, Viertelfinal-Karten wurden am Dienstag für bis zu 2 999 Euro gehandelt. 16 Mill. Kartenwünschen hatte es für die Euro 2008 gegeben, etwa eine Million Tickets wurden laut Uefa verkauft.

Ehre: Für Samantha Herrmann ging ein Traum in Erfüllung. Die Neunjährige lief am Sonntag beim Spiel gegen Polen zusammen mit Michael Ballack ins Wörthersee-Stadion ein, am Dienstag erhielt sie zudem persönlich Autogramme des DFB-Kapitäns und durfte dem 31-Jährigen bei der Pressekonferenz in Ascona auch noch die erste Frage stellen: "Warst du beim Einlaufen auch so nervös wie ich?" Das blonde Mädchen aus Wiesbaden hatte sich die Ehre redlich verdient: Die Spielführerin der E-Jugend des FV Biebrich 02 hatte das Fußball-Abzeichen des DFB und von Sponsor Mcdonalds als Beste abgeschlossen. Insgesamt sind 682 Kinder - 66 davon aus Deutschland - als Einlaufkinder bei dieser EM dabei.

Sicher: Die Euro-Veranstalter in Salzburg achten in Sicherheitsfragen auch auf Details. Auf der Fressmeile eines großen Einkaufszentrums in der Nähe des Stadions war am Spieltag massives Essbesteck verboten. Schwedische und griechische Fans mussten sich genau wie alle anderen mit Messer und Gabel aus Plastik begnügen.

© SID

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