Die Euro-Splitter vom 15. Juni
Vom ABC des Euro-08-Sex

Das Mozart-Problem, "Big Papa", zu hohe Bierpreise – und: Im Vorfeld des Spiels gegen Deutschland lässt Österreich nichts unversucht, um seinen Spielern Mut zu machen. Die Euro-Splitter vom 15. Juni.

Umfrage: Für ein "ABC des Euro-08-Sex" hat die Sonntagsausgabe der Schweizer Boulevard-Zeitung Blick in einer Umfrage kuriose Ergebnisse erzielt. So wünschen sich 18 Prozent der befragten Frauen einen Italiener für einen Seitensprung, 17 Prozent einen Franzosen. Für die vermeintlich schlechtesten Liebhaber liefert der Blick gleich die Begründung mit. Deutsche würden nur an sich denken, Türken seien zu verschwitzt, Schweden zu schnell, Holländer zu ruppig und Russen zu haarig.

Mozart: Zu viel Europameisterschaft verträgt die österreichische Hochkultur offenbar nicht. Das Geburtshaus von Wolfgang Amadeus Mozart in Salzburg ist an Spieltagen sicherheitshalber ab 13 Uhr geschlossen.

Fontäne: Salzburg hat ein neues Euro-Wahrzeichen. "Big Papa" heißt eine bis zu 50 Meter hohe Wasserfontäne in der Salzach. Die Fontäne wird täglich zwischen 14 und 18 Uhr in Betrieb genommen, dazu wird es abends zwischen 21 und 23.00 Uhr halbstündige Licht-Wasser-Kunst-Installationen mit Bezug zu Salzburg geben. Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Carl Orff, aber auch von Alpenrocker Hubert von Goisern.

Protest: In der Salzburger Fanzone regt sich immer noch Protest gegen die Bierpreise. Ein paar Fans enthüllten jetzt sogar ein 7,5 mal 1,5 Meter großes Transparent mit der Aufschrift: "4,20 Euro sind zu viel! Fußballfest ja, Bierabzocke nein!" Nach zwei Minuten rollten sie das Spruchband dann aber selbst wieder ein.

Karma: Im Vorfeld des Spiels gegen Deutschland lässt Österreich nichts unversucht, um seinen Spielern Mut zu machen. So hat der Radiosender Kronehit seine Hörer aufgefordert, Glücksbringer für die Kicker einzusenden. Unter tausenden Steinchen und Stofftierchen war ein ganz besonderer Talisman: Ein Kinderschuh, in dem Hörerin Sabine 1978 - im Jahr des Wunders von Cordoba - laufen lernte. "Der Schuh bringt das bisschen Glück, damit schaffen wir ein zweites Cordoba", sagte Österreichs Mittelfeldspieler Rene Aufhauser.

Abmahnung: Der französische Fußballverband hat von der Europäischen Fußball-Union (Uefa) einen Brief erhalten, der einer Abmahnung gleichkommt. Uefa-Generalsekretär David Taylor moniert in dem Schreiben die "beklagenswerte Einstellung" der Franzosen. Die hatten eigenmächtig den Trainingsplatz gewechselt, ohne die Uefa zu informieren. Das hätte versicherungstechnische Konsequenzen haben können. Im Wiederholungsfall drohe eine Geldstrafe.

Empfehlung: Asconas Bürgermeister Aldo Rampazzi hat Bundestrainer Joachim Löw für das Spiel gegen Österreich eine spezielle Empfehlung mit auf den Weg gegeben. "Er muss Oliver Neuville spielen lassen, selbst wenn es nur eine Minute ist. Dann klappt das schon", sagte der 61-Jährige bei einem Empfang für die deutschen Medienvertreter am Samstagabend, bei dem auch Teammanager Oliver Bierhoff anwesend war. Neuville ist einen Steinwurf von Ascona entfernt in Locarno geboren und genießt in seiner Heimat nach wie vor einen hohen Stellenwert.

© SID

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