Die Euro-Splitter vom 6. Juni
Wien macht sich schön

Wien will während der EM das "schönste Wohnzimmer Österreichs" werden. Dazu wurde mit Hilfe von Sponsoren die Innenstadt aufgemöbelt oder eine Fanzone für 70 000 Besucher errichtet. Pünktlich am Samstag soll die Fanmeile im Herzen der Stadt eröffnet werden. Der Euro-Splitter vom 6. Juni.

Diebstahl: Einbruch im Freiluftstudio des ZDF-Morgenmagazins in Ascona in unmittelbarer Nähe des DFB-Mannschafts-Quartiers am Lago Maggiore. Jalousien und Fenster des Lagerraums im Hafengebäude waren ausgehebelt worden. "Gestohlen wurde allerdings nichts, obwohl hier wertvolles technisches Equipment des ZDF gelagert ist - nur unser offizieller EM-Ball. Der Ball, der Toni Schumachers Ehering auf dem Gewissen hat", erklärte "Moma"-Moderator Thomas Skulski und wies auf die Blessur des ZDF-Morgenmagazin-Experten hin, die dieser beim Test des EM-Balls am Mittwoch erlitten hatte.

Eigenwerbung: Wien will während der EM das "schönste Wohnzimmer Österreichs" werden (stellvertretende Bürgermeisterin Greta Laska). Dazu wurde nicht nur mit Hilfe von Sponsoren die Innenstadt aufgemöbelt oder eine Fanzone für 70 000 Besucher errichtet, nein: Es wurden im Stadtgebiet auch 70 zusätzliche Trinkwasser-Brunnen errichtet, denn: "Das Wasser von Wien, das ist gut!"

Polizei: Normalerweise schieben in Wien täglich 8 000 Polizisten Dienst. Für die EM wurde dieses Grundpotenzial um 30 Prozent erhöht, mit speziellen EM-Aufgaben werden zusätzlich 1 200 Polizisten und an Spieltagen 1 800 betraut.

Philosophie: Mit einem Fußballspiel hat Erik Buxbaum, der Generaldirektor für öffentliche Sicherheit im Innenministerium, seine EM-Aufgaben verglichen: "Wir sind ein gutes Team, gerüstet für alle Fälle. Wie es sich gehört, haben wir auch Legionäre dabei, aber nur vier Prozent. Wir wollen fröhliche, freundliche, schöne Spiele. Wir werden das Spiel nicht zerpfeifen, aber bei gravierenden Regelverletzungen auch vor einer Roten Karte nicht zurückschrecken."

Fanmeile: Die Fanmeile im Herzen des Zentrums von Wien für 70 000 Besucher soll pünktlich am Samstag eröffnet werden, wenngleich das schlechte Wetter die Vorbereitungen erheblich beeinträchtigte. Noch am Freitag waren 300 Firmen und 2 500 Arbeiter auf dem 100 000 Quadratmeter großem Gelände eifrig beschäftigt. Rund 1 200 LKW mussten in den seit letztem Montag für den öffentlichen Verkehr gesperrten Straßen rangieren.

Tischfußball: Fußball spielen, bis die Hände wund sind. Geht nicht? Geht doch: Vier Österreicher versuchen seit Freitag, 7.00 Uhr, in Bregenz den Tischfußball-Weltrekord zu knacken. Ihnen ist Durchhaltevermögen zu wünschen, denn die bisherige Bestmarke liegt immerhin bei 50 Stunden und 50 Minuten. Eines scheint aber wohl sicher: So viele Tore wie beim "Zwei-Tage-Dauerstehen" am Kickertisch werden bei der gesamten EM nicht fallen.

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