Die Euro-Splitter vom 8. Juni
Die Fiaker in Wien sind sauer

Englische Fans bereichern in Lederhosen die Wiener Fanmeile, ein Hamburger Aktionskünstler fungiert als lebende Leinwand und die österreichische Wasserrettung ist auf der Hut. Die Euro-Splitter vom 8. Juni.

Aktionskünstler: Der Hamburger Aktionskünstler Dennis Pahl will sich während der EM als lebende Leinwand für Fans zur Verfügung stellen. Der 26-Jährige wird sich vor jedem Stadion mit Farbtöpfen und einem Plakat mit der Aufschrift "Paint on me" stellen. Die Maler dürfen dann ihrer Kreativität freien Lauf lassen und sich auf Pahls weißem Anzug verewigen. Die Ergebnisse werden im Deutschen Sport- und Olympiamuseum in Köln ausgestellt.

Wasserrettung: Während der EM ist die österreichische Wasserrettung schwer beschäftigt. Von 18.00 Uhr bis in die frühen Morgenstunden werden 65 Mann jeden Tag am Donaukanal patrouillieren. Man müsse "verstärkt mit alkoholisierten Fans rechnen, die aus Leichtsinn oder auch unfreiwillig im Wasser landen", sagte Einsatzleiter Dirk Strickmann.

US-Party: Seine eigene Euro-Party feiert Österreichs Eishockey-Star Thomas Vanek in seiner Wahlheimat USA. Der Stürmer der Buffalo Sabres lädt seine Freunde in sein Haus in Minneapolis ein, wenn der Sportsender Espn die österreichischen Spiele überträgt. Dann sitzt er im Trikot mit der Nummer zehn von Andreas Ivanschitz vor dem Fernseher und fiebert mit.

Verbot: Die Fiaker in Wien sind sauer. Die Kutscher, die mit ihren Gespannen Touristen durch die Stadt fahren, müssen wegen der EM ihre Strecke ändern. Sehenswürdigkeiten wie der Heldenplatz oder die Jungferngasse können nicht angesteuert werden, weil die Ringstraße wegen der Fanmeile gesperrt ist. Auch der Prater ist den Fußball-Anhängern vorbehalten. "Das ist so, als wenn die Gondoliere in Venedig die Seufzerbrücke und den Markusplatz nicht im Programm hätten", sagte Fiakerchef Andreas Curda.

Engländer: Eine Gruppe von 28 Engländern in traditionellen österreichischen Lederhosen zog am Samstag auf der Wiener Fanmeile die Blicke auf sich. Die Männer aus Nottingham und Manchester feierten den Junggesellen-Abschied von Garry, der mit blonder Perücke und äußerst kurzem Dirndl über die Fanmeile spazieren musste. "England ist zwar nicht dabei, aber wir lassen uns das Feiern nicht verderben", sagte Garry mit glasigem Blick und leerte seinen nach eigenen Angaben 20. Becher Bier in einem Zug.

Alkohol: Mit klarem Kopf sollen die Journalisten aus aller Welt über die Euro berichten. Darauf achtet die Uefa besonders. Deshalb werden im Wiener Pressezentrum die Kühlschränke mit dem Bier eines Sponsoren erst nach dem Schlusspfiff des letzten Spiel des Tages geöffnet. Dann allerdings gibt es Freibier.

© SID

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