Die Euro-Splitter vom 9. Juni
Deutsche Nationalspieler als Sängerknaben

Nach dem Sieg gegen Polen wird bei deutschen Mannschaft heute gefeiert – allerdings keinesfalls nur der Sieg: Gleich zwei Geburtstagskinder sind im Team. Die Nationalspieler gratulierten mit einem Ständchen. Ein Schweizer Boulevardblatt verhöhnte derweil einen Ex-Bundesligaprofi und Italiens Trainer Roberto Donadoni kann einen gewissen Neid nicht verbergen. Die Euro-Splitter vom 9. Juni.

Ständchen: Nach dem 2:0-Erfolg gegen Polen wurden die deutschen Nationalspieler schnell noch zu Sängerknaben. Auf der Busfahrt vom Wörthersee-Stadion in Klagenfurt zum Flughafen stimmten Michael Ballack und Co. ein Geburtstagsständchen an. Miroslav Klose feierte seinen 30. Geburtstag, Fitnesscoach Mark Verstegen wurde am Montag 39.

Frühschicht: Per Mertesacker wählte nach der späten Rückkehr von Klagenfurt ins Trainingsquartier nach Ascona eine besondere Form der Stressbewältigung. Der Abwehrspieler von Werder Bremen zog sich im Fernsehen zwischen zwei und vier Uhr in der Früh noch einmal das Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Polen rein - um "Selbstanalyse" zu betreiben, wie Mertesacker trocken feststellte.

Durst: DFB-Sponsor und Bierbrauer Bitburger ist auf die steigende Nachfrage während der Europameisterschaft und den Durst der Fußball-Fans vorbereitet. Die Lagertanks sind voll, 400 000 Liter passen in jeden Tank. 170 solcher Tanks gibt es auf dem Brauereigelände in der Eifel, das macht rund 68 Mill. Liter. Die Abfüllstraßen in Bitburg laufen zudem auf Hochtouren. Am Tag werden vier Mill. Flaschen abgefüllt.

Verhöhnt: Die Schweizer Boulevardzeitung Blick hat es offenbar auf den TV-Experten und Ex-Bundesligaprofi Alain Sutter abgesehen. Das Blatt titelte am Montag "Goodbye Susi, hello Alain" und brachte seine Genugtuung darüber zum Ausdruck, dass der langhaarige Ex-Spieler des SC Freiburg, des 1. FC Nürnberg sowie von Bayern München aufgrund seines neuen Barts männlicher wirkt: "Nach 20 Jahren ist Sutter endlich ein Typ."

Sitzplatz: Mit in der Spitze 48 000 überwiegend friedlich feiernden Fans war der Auftakt der Wiener Fanmeile ein Erfolg, manche Leute fanden jedoch wie immer das berühmte Haar in der Suppe. Einige Zuschauer zeigten sich verärgert, dass es vor den Großbildleinwänden keine Sitzplätze geben würde. "Das wäre viel zu gefährlich", sagte OK-Sprecherin Anja Richter. Bleibt weiterhin nur der Fußboden als Ruhe-Untergrund, sollten die Beine das Dauerstehen nicht mehr verkraften.

Neid: Schon vor dem Anpfiff des ersten EM-Spiels gegen die Niederländer konnte Italiens Trainer Roberto Donadoni einen gewissen Neid nicht verbergen. Er wisse nicht, ob mehr Holländer als Italiener im Stadion sein würden, ihm sei aber durchaus klar, dass dies so wirken müsse, meinte der Coach. "Es ist eben eine Art der Kultur, dass in Holland alle Fans in der Kurve Orange tragen", sagte Donadoni: "Ich persönlich finde das optisch sehr beeindruckend. Es ist ein wunderschöner Anblick."

© SID

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