Die Europäische Fußball-Union erwartet künftig deutlich geringere Einnahmen
Reich in eine ungewisse Zukunft

Die steinreiche Europäische Fußball-Union (Uefa) hat ihre Mitglieder auf eine wirtschaftlich magere und sportpolitisch ungewisse Zukunft vorbereitet.

dpa ROM. Zwar präsentierte der Kontinental-Verband beim unspektakulären Kongress in Rom, der den Charakter einer drögen Aktionärsversammlung hatte, wie erwartet noch einmal imponierende Zahlen. Der Ausblick aber war alles andere als verheißungsvoll. "Die Aussichten sind nicht gerade rosig", verkündete der zum Jahresende ausscheidende Uefa-Generaldirektor Gerhard Aigner den Vertretern der 52 Mitgliedsverbände.

Schon das Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001/02 war deutlich unter dem Vorjahresresultat, aber noch immer klar im Plus. Demnach nahm die Uefa rund 121,8 Millionen Schweizer Franken (rund 84 Millionen Euro) ein und erzielte dabei inklusive Rückstellungen einen Gewinn von über 49 Millionen Schweizer Franken (34 Millionen Euro). In der Saison 2000/01 lagen die Einnahmen noch bei 129 Millionen Franken und der Gewinn bei 68 Millionen Franken.

Schatzmeister Mathieu Sprengers sprach von einer "kerngesunden Bilanz", allein das Barvermögen habe sich inzwischen auf rund 260 Millionen Franken angehäuft. Die Rückstellungen erscheinen ob der Fußballflaute dringend nötig. Denn in den nächsten drei Jahren befürchtet die Uefa durch sinkende TV-Einnahmen für die Champions League von etwa 250 Millionen Franken und einer Verdreifachung der Personal- und Verwaltungskosten große Verluste im Alltagsgeschäft.

Ausgeglichen werden soll das Defizit durch Rekordeinnahmen aus der Europameisterschaft 2004 in Portugal. Dabei kommt der zu Boomzeiten abgeschlossene TV-Vertrag über 800 Millionen Franken, sechs Mal so hoch wie der Kontrakt für die EM 2000, zum Tragen.

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