Die Fahrt in die Großstadt ist teuer
Mode verkauft sich auch in der Provinz

Die Negativschlagzeilen über Umsatzeinbußen reißen nicht ab. Die statistischen Zahlen bestätigen die Einzelhändler: So teilte die Bundesarbeitsgemeinschaft der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels (BAG) für den Textileinzelhandel ein Umsatzminus im Juli von 3,7 % mit: Für Waren- und Kaufhäuser betrug das Minus sogar 6,9 %. Kaum zu glauben, dass bei solchen Zahlen und der schlechten Konsumstimmung ein mittelständisches Unternehmen Geld in die Hand nimmt, um seine Kaufhäuser mit neuen Modeabteilungen auszustatten.

HB DÜSSELDORF. Mehrere Millionen Euro hat die hessische JOH-Kaufhausgruppe in ihre sechs Kaufhäuser gesteckt, um mehr als 10 000 Quadratmeter Verkaufsfläche für Bekleidung neu zu gestalten. Angeboten wird vor allem trendige Markenware und junge Mode. Und das mitten in der Provinz: Die JOH-Kaufhausgruppe ist in Städten mit 20 000 bis 50 000 Einwohnern wie Gotha, Gelnhausen oder Saalfeld vertreten.

Ganz gegen den bundesweiten Trend, der weg vom Land und rein in die Städte geht. Denn dort kann der Kunde Bekleidung kaufen und das Einkaufen mit einem Besuch im Erlebnis-Kino oder Restaurant verbinden. Jugendliche kaufen zudem lieber bei Modeketten oder in hippen Boutiquen als in Kaufhäusern.

Davon lässt Peter Sudholt, Geschäftsführer der JOH-Kaufhauskette sich nicht beirren: "Die Fahrt in eine Großstadt ist für Jugendliche schon eine große Ausgabe, die dann für Kleider fehlt. Das überlegen sich die jungen Konsumenten dreimal, wenn es in ihrer eigenen Stadt auch ein gutes Angebot gibt", meint Sudholt. Jugendliche, die sonst nur ihren Schulpausensnack oder eine CD im Kaufhaus kaufen, sollen durch moderne Marken auch zum Kleiderkauf animiert werden.

Um bei den Jugendlichen glaubwürdig zu erscheinen, muss die Mode von Gleichaltrigen präsentiert werden.

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