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Die Feier geht weiter

Nach der gestrigen Kursexplosion liegen der S&P 500 und der Nasdaq Future erneut im Plus. Alan Greenspan scheint die Börsianer aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt zu haben. Jetzt greifen die Anleger wieder beherzt zu. Im Vergleich zu früheren Technologierallys kehren die Analysten bei der Aktienauswahl jedoch zur Fundamentaldatenbewertung zurück. Neben der gestrigen Zinssenkung helfen den Indizes positive Quartalsergebnisse auf die Sprünge.

IBM und Apple treiben die Computerwerte in die Gewinnzone. IBM darf sich freuen. Big Blue kann trotz des allgemein schwierigen Marktumfeldes auf ein solides Quartalsergebnisse zurückblicken. Während der Gewinn um 18 Prozent auf 98 Cents je Aktie kletterte, konnte der Umsatz um neun Prozent auf 21 Milliarden Dollar gesteigert werden. Beide Daten lagen im Rahmen der Erwartungen. Auch der Computerhersteller Apple überraschte die Kritiker positiv. Mit einem Gewinn von elf Cents je Aktie konnten die Konsensschätzungen von einem Cent je Aktie deutlich geschlagen werden. Apple kann vorbörslich über 14 Prozent zulegen, IBM liegt mit sechs Prozent im Plus. Auch Dell und Compaq Computer notieren freundlich.

Advanced Micro Devices greift dem Chipsektor heute unter die Arme. Der Hauptkonkurrent des Chipherstellers Intel konnte die Erwartungen der Analysten trotz eines deutlichen Gewinneinbruchs übertreffen. Mit einem Gewinn von 125 Millionen Dollar oder 37 Cents je Aktie wurden die Erwartungen um vier Cents geschlagen. Vorstandsmitglied Jerry Sanders bestätigte zudem, dass auch das Jahresergebnis im Rahmen der Erwartungen ausfallen werde, nachdem Intel gestern bereits darauf hinwies, dass sich der Chipsektor im zweiten Halbjahr wieder erholen werde. Außerdem meldet auch der Chiphersteller Broadcom zufriedenstellende Ergebnisse. Advanced Micro Devices kann vor Handelsbeginn knapp acht Prozent zulegen. Auch Intel, Micron Technologies, Broadcom und Xilinx notieren freundlicher.

Ebenfalls im Plus tendiert der Einzelhandelssektor. Nachdem Sears, Roebuck & Co die Analystenerwartungen schlagen konnte, kletterte die Aktie über vier Prozent. Auch die Konkurrenten J.C.Penny und Saks tendieren im positiven Terrain.

Enttäuschend fiel hingegen das Ergebnis von I2 Technologies aus. Die Softwareschmiede erwirtschaftete im ersten Quartal einen Verlust von rund 774 Millionen Dollar oder 1,90 Dollar pro Aktie, während der Umsatz um 91 Prozent auf rund 357 Millionen Dollar anstieg. Für das kommende Quartal zeigt sich I2 Technologies zurückhaltend. Der Umsatz werde im zweiten Quartal niedriger liegen als im ersten Jahresviertel. Um Kosten zu senken, sollen außerdem 600 Arbeitsplätze abgebaut werden. Die Börse bestraft diesen schwachen Ausblick mit einem Minus von über vier Prozent.

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