Die Finanzprofis
Die Börse ist nicht krank

Geht dem Dax die Puste aus? Lauter als bisher wird inzwischen vor Kursübertreibungen, vor Euphorie oder gar „übersteigerter“ Euphorie gewarnt. Doch Gemach!

Selbst die „Bullen“, also die Optimisten, sind mittlerweile nachdenklich geworden. Einige Skeptiker, die aller-dings klar in der Minderheit sind, sehen beim Blick auf die Kurse einiger Renner (wie der Solarenergie) schon seit Wochen Anlass, an die fatale Überhitzung des Neuen Markts Ende der 90er Jahre zu erinnern.

Aber bitte: Lassen wir die Kirche mal im Dorf! Nicht nur die Politiker vergreifen sich mitunter im Ton, auch Analysten und Journalisten neigen zu Übertreibungen in ihren Formulierungen. Deshalb fragen wir beim Duden einmal nach, was „Euphorie“ eigentlich bedeutet.

Das Wort kommt aus dem Griechischen „euphoria“, was soviel heißt wie „leichtes Tragen“. Wir benutzen es meist für heiter-zuversichtliche Gemütsstimmungen, Hochgefühl, Hochstimmung. Na und? Freuen wir uns doch und pflegen die gute Stimmung, das Hochgefühl.

Wenn allerdings Euphorie im medizinischen, krankhaften Sinn gemeint sein sollte – das subjektive Wohlbefinden Schwerkranker –, dann müssten die Anleger tatsächlich gewarnt werden. Unser Aktienmarkt ist aber keineswegs krank, sondern vollzieht seine Erholung nach wie vor in relativ kleinen Schritten mit Verschnaufpausen und Rückschritten. Von stürmischer Hausse keine Spur.

Ganz wichtig ist auch die Tatsache, dass die Börse die fundamentalen Unternehmensdaten nicht aus dem Auge lässt und von einer hohen oder gar überhöhten Bewertung der Dax-Unternehmen keine Rede sein kann. Bleiben Sie also cool, aber bleiben Sie stets wachsam!

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