Die Flatrate - Durchbruch für das mobile Internet
Wann kommt die Flatrate für das Handy?

Die Preise für die Nutzung mobiler Dienste wie Wap oder SMS sind immer noch zu hoch. Der Nutzer denkt nämlich zuerst an die Kosten.

DÜSSELDORF. Gesucht wird seit langer Zeit die "Killerapplikation" für das mobile Internet. Mittlerweile gibt es diverse Angebote (wie zum Beispiel Location Based Services - ortsgebundene Dienste), deren Anwendung auch Spaß verspricht. Wie sollen sich aber die Nutzer wirklich mit dem Medium auseinandersetzen, wenn sie ständig Kostendruck verspüren? Alle Mobiltelefone, die nur eine verbindungsorientierte Abrechnung ermöglichen, sind für ein entspanntes Abrufen von Informationen schlecht nutzbar.

Einen Schritt in die richtige Richtung ist sicherlich der neue Übertragungsstandard GPRS. Im Vergleich zu seinem langsameren Vorgänger GSM bietet er eine permanente Verbindung, wobei die Gebühren nicht wie ursprünglich zeitlich, sondern nach übertragenen Datenvolumen abgerechnet werden. Hiermit entfallen die Wartezeiten durch den Verbindungsaufbau, die zur Zeit nämlich eine spontane Nutzung der mobilen Informationsangebote vereiteln. Noch besser wäre aber eine Flatrate. Dadurch kann sich auch der Handy-Nutzer unbegrenzt mit den Inhalten mobiler Dienste auseinandersetzen. Was nicht zuletzt eine Forderung von AOL im Kampf um die Förderung der Internetnutzung im Festnetz ist.

Aber der Erfolg der mobilen Applikationen ist sicherlich nicht nur von den Gebühren abhängig. Die Abkürzung Wap stand vor einiger Zeit für "Where Are the Phones?". Auch heute kann man sich die Frage stellen: Wo bleiben eigentlich die Endgeräte, die Spaß machen? Ein Blick nach Japan lässt hoffen. Dort sind bereits heute über 17 Millionen Nutzer für den i-mode-Service registriert. Die dafür erforderlichen Endgeräte besitzen ein großes Farbdisplay im Gegensatz zu den hier erhältlichen verfügbaren einfarbigen Minidisplays. Daneben basiert der Erfolg von i-mode sicherlich auch auf der paketorientierten Abrechnung und einem einfachen Abonnementmodell für Contentanbieter.

Die mobile Revolution wird sicherlich auch in Europa kommen. Aber erst, wenn die Endgeräte und die Gebührenstruktur den Nutzer davon nicht abhalten.

Schreiben Sie dem Autor: g.skrabs@vhb.de

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